09/11/2022
In aktuellen Zeiten ist es sinnvoller denn je mit geeigneten Maßnahmen die Energiekosten zu senken, da hierdurch Einiges an Kosten gespart werden kann.
Hierzu zählen vor allem die Einsparung von Strombedarf und Heiz- und Warmwasserbedarf. Wir stellen im Folgenden einige Tipps im Umgang mit der Heizung vor:
1. Thermostat richtig einstellen
In Wohnräumen (Wohnzimmer, Küche, …) sind 20 °C Raumtemperatur oft völlig ausreichend. Wählt man am Thermostat die Stufe 2,5 oder 3, dann heizt der Heizkörper oder die Fußbodenheizung den Raum bis auf 20 °C und stoppt den Heizprozess, wenn die Temperatur erreicht ist. Irrtümlicherweise heißt es oft, dass sich der Raum mit einem Thermostat auf Stufe 5 schneller aufheizt, dies stimmt jedoch nicht, der Raum wird lediglich auf 28 °C geheizt. Der Mensch kann nur schwer einschätzen, wann die gewollte Temperatur erreicht ist, wodurch mit einem höher eingestellten Thermostat meist auch höhere Raumtemperaturen als gewollt erreicht werden. Dies hat einen höheren Energiebedarf zur Folge.
Generell sind Thermostate nach folgenden Raumtemperaturen einzustellen:
Stufe 1 = 12 °C
Stufe 2 = 16 °C
Stufe 3 = 20 °C
Stufe 4 = 24 °C
Stufe 5 = 28 °C
Ein Thermostataustausch lohnt sich oft auch, da alte Thermostate die Temperatur oft nicht mehr richtig regeln können und deshalb auch hier ein höherer Energiebedarf entsteht. Tauscht man Thermostate gegen Programmierbare aus, dann können sogar Heizzeiten hinterlegt werden.
2. Heizung entlüften
Befindet sich Luft im System, dann kann die Heizung deutlich weniger Energie übertragen. Wasser kann rund das Vierfache an Wärme im Vergleich zu Luft speichern, wodurch das System nur mit Wasser gefüllt sein sollte. Kennzeichen für Luft im System sind bspw. Gluckergeräusche am Heizkörper oder in Rohrleitungen. Das Entlüften kann über die Entlüftungsschraube (am Kopf eines Heizkörpers) erfolgen (wichtig: das Heizsystem muss dann wieder mit Wasser gefüllt werden, damit der Anlagendruck ausreichend hoch bleibt).
3. Anpassen der Heizleistung
In der Heizungssteuerung ist eine Heizkurve hinterlegt, die die Vorlauftemperatur über den Tag steuert. Oftmals kann diese jedoch ohne Komfortverluste etwas abgesenkt werden. In welchem Maß dies erfolgen kann ist individuell abhängig, hierzu können Sie sich gerne an uns wenden und wir kümmern uns um eine Anpassung vor Ort.
4. Pumpenaustausch
Umwälzpumpen sorgen für die Zirkulation des Heizwassers im System. Alte Pumpen aus den 80er und 90er Jahren haben eine Leistungsaufnahme von bis zu 150 W. Moderne Pumpen hingegen benötigen nur noch weniger als 10 W, außerdem verfügen sie über einen Standby-Betrieb, in dem sie sogar nur 1 W benötigen.
Einfaches Bsp.: Nimmt man an die Pumpe läuft 10 Stunden am Tag, dann benötigt eine alte Pumpe 1,5 kWh pro Tag. Eine moderne Pumpe allerdings nur 0,1 kWh. Durch die Einsparung von 1,4 kWh am Tag (bei aktuellem Strompreis ca. 60 Cent) rechnet sich der Pumpenaustausch oft bereits nach einem Jahr.
Ansonsten können die Energiekosten bereits mit etwas Vernunft reduziert werden: Heizkörper freihalten, Heizkörper bei geöffnetem Fenster ausschalten, …
Bei Fragen zu den oben aufgeführten Punkten können Sie sich gerne an uns wenden, wir stehen gerne zur Verfügung!