NDM Naturwertstoffe GmbH

NDM Naturwertstoffe GmbH Die NDM Naturdünger Münsterland GmbH & Co. Wurde am 25. Februar 2013 von Landwirten im Kreis Borken gegründet. So hat sie u.a.
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Dauerhaft geschlossen.

Die Projekt- und Betreibergesellschaft NDM Naturwertstoffe GmbH, eine 100 %ige Tochtergesellschaft der NDM GmbH & Co. KG wurde 2014 ausgegründet, mit der Aufgabe ein neues Projekt zur Wertstoffrückgewinnung aus Gülle nach bioökonomischen Zielsetzungen am Standort Anton-Lutter-Str. 9-11 in Velen zu entwickeln. Doris Nienhaus, Geschäftsführerin der NDM Naturwertstoffe GmbH, entwickelte im Sommer 201

4 die Konzeptidee, die gemeinsam mit dem Ingenieurbüro ENVIMAC Engineering in knapp 12 Monaten zum Anlagenmodell „NDM Naturwertstoffanlage Velen“ umgesetzt werden konnte. Das Projekt hat Vorbildcharakter für die Modernisierung der Landwirtschaft. „Es gehört viel Mut dazu, neue Wege zu gehen. Die an der NDM beteiligten Landwirte haben sich mit Risikobereitschaft, unternehmerischem Einsatz und nicht zuletzt auch Eigenkapital von fast zwei Millionen Euro selbst in die Verantwortung genommen, um die Probleme unserer viehintensiven Region Münsterland, insbesondere die Verminderung der Nitrateinträge ins Grundwasser, aktiv anzupacken“, sagt Doris Nienhaus und hebt damit das deutschlandweit einmalige Engagement der Kommanditisten bei diesem Projekt hervor. Mit dem Projekt "NDM Naturwertstoffanlage Velen" wird ein regional bedeutsames Zukunftsthema angegangen. Die Region steht als landwirtschaftliche Intensivregion vor besonderen Herausforderungen. durch die intensive Tierhaltung Nährstoffüberschüsse zu verzeichnen (zunächst in Form von Gülle), die auf den regionseigenen Flächen nicht sinnvoll verwendet werden können. Die überschüssige Gülle wird gegenwärtig entweder direkt exportiert und in Ackerbauregionen vermarktet (hoher Transportaufwand!) oder aber in Biogasanlagen vergoren, um Energie zu gewinnen, bevor die in den Gärresten verbleibenden Nährstoffe aufgebracht oder vermarktet werden. Ziel der geplanten Hauptanlag ist es, aus dem Kreis Borken angelieferte Dickgülle durch geeignete Verfahrensschritte soweit nutzbar zu machen und die darin enthaltenen Wertstoffe in Form marktfähiger Produkte zurück zu gewinnen, dass keine umweltbelastenden oder entsorgungspflichtigen Stoffströme entstehen. Insbesondere die gezielte Rückgewinnung von Stickstoff und Phosphor und deren Verarbeitung zu transportwürdigen Wertstoffen sind hier angestrebt. Dies soll unter Einsatz anwendungserprobter Verfahrenstechnik geschehen. Die Energiegewinnung ist nur ein „Nebeneffekt“, der die Energieautarkie der Anlage gewährleisten soll. Darüber hinaus sollen neuartige Verfahrensansätze technisch erprobt und weiterentwickelt werden, die zur Reduzierung von Hilfsstoffen, zur Erhöhung der Pflanzenverfügbarkeit des gewonnenen Phosphors sowie zur vollständigen Rückführung der in der Gülle enthaltenen Wertstoffe in den Stoffkreislauf führen sollen.

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Global denken - regional handeln

Das Westmünsterland ist strukturell landwirtschaftlich stark geprägt. Hätten Sie gewusst, dass beispielsweise bereits heute mehr als 59 % der Schweinehaltung, 53 % der Geflügelhaltung und 38 % der Rinderhaltung in NRW allein auf den Regierungsbezirk Münster entfallen? (Quelle: Nährstoffbericht LWK NRW, 2014). Im Kreis Borken alleine fallen mehr als 1.000.000 m³ Überhanggülle an, die nicht von den Betrieben vor-Ort als Dünger auf eigenen Flächen verwendet werden kann. Die heutige Lösung des Nährstoffproblems: Abtransport über z.T. weite Strecken.

Am Standort Nordvelen sollen zukünftig 200.000 t/a Überhanggülle vollaufbereitet werden. In einem mehrstufigen Prozess (mechanisch-biologisch-thermisch-chemisch) werden dabei marktfähige Produkte aus den Phosphor- und Stickstoffverbindungen in der Gülle gewonnen und dies ohne das umweltbelastenden oder entsorgungspflichtigen Stoffströme verbleiben. Als Nebeneffekt kann auch die im Prozess gewonnenen Energie (Strom und Wärme) fast vollständig selbst genutzt werden, um so mindestens 90 % des Energiebedarfs der Gesamtanlage im Regelbetrieb decken zu können. Mit Fördermitteln werden am Standort umwelttechnologische Verfahren unter wissenschaftlicher Begleitung entwickelt und sollen am Standort unter realen Anlagenbedingungen im Betrieb erprobt werden.

Im engen Dialog mit Ministerien und Institutionen auf Bundes- und Landesebene sowie unseren Partnern befassen wir uns mit den Fragestellungen der Stickstoffminderungsstrategie des BMUB (Nachhaltigkeistoffensive) sowie Grundsatzstrategien zur Hygienisierung von Gülle. Das Konzept der zentralen Gülle-Vollaufbereitung der NDM ermöglicht hierbei in einem einmaligen Industrieprozess eine 100 %ige Stickstoffausschleusung als Beitrag zum Klimaschutz. Im Hinblick auf die weitere Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) besteht, durch die prozessbedingte Hygiensierung der festen und flüssigen Stoffströme, zudem eine nachhaltige und wirksame Lösung zur Hygienisierung von Güllen unabhängig vom Seuchenfall.