13/08/2026
Gleichwertigkeit von beruflicher Bildung darf kein Lippenbekenntnis bleiben.
Gleichwertigkeit von beruflicher Bildung darf kein Lippenbekenntnis bleiben.
Die steigenden Ausbildungszahlen im kommen nicht von ungefähr. Dahinter stehen Betriebe, die mit großem Engagement ausbilden, und junge Menschen, die im Handwerk ihre Zukunft sehen. Doch damit aus dieser positiven Entwicklung nachhaltige Fachkräftesicherung wird, bedarf es laut ZDH-Präsident Jörg Dittrich eines Dreiklangs an politischen Entscheidungen.
„Wir brauchen als Erstes eine rechtliche Verankerung der Gleichwertigkeit beider Bildungswege. Zweitens geht es um die finanzielle Seite: Berufliche Bildung wird bis heute strukturell schlechter gefördert als akademische. Drittens ist eine flächendeckende und frühe Berufsorientierung ein zentraler Hebel“, sagt Dittrich im Interview mit Sarah Materna vom der Saarland-Ausgabe vom Deutschen Handwerksblatt.
Um eine Berufswahl entsprechend ihren Fähigkeiten und Talenten treffen zu können, müssten junge Menschen schon früh erfahren, was das Handwerk ihnen bietet: sichere Jobs, ausgezeichnete Karrieremöglichkeiten und die Chance, an zentralen Zukunftsaufgaben wie Energiewende oder Wohnungsbau mitzuwirken.
Wenn eine frühe Berufsorientierung an allen Schularten, gute Bedingungen für die berufliche Bildung und eine positive Wahrnehmung zusammenkämen, würden sich auch noch mehr junge Menschen bewusst für das Handwerk entscheiden.
Handwerkskammer des Saarlandes