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Für die Studie wurde die persönliche Lichtexposition von 59 jungen Erwachsenen über sieben Tage im Alltag mit tragbaren ...
24/08/2026

Für die Studie wurde die persönliche Lichtexposition von 59 jungen Erwachsenen über sieben Tage im Alltag mit tragbaren Spektralsensoren erfasst und mit ihren Schlafdaten verglichen.

🔎 Was bedeutet „melanopisch“?
Damit ist die Wirkung von Licht auf Melanopsin gemeint, ein lichtempfindliches System in der Netzhaut, das unter anderem an der Steuerung unserer inneren Uhr und des Schlaf-Wach-Rhythmus beteiligt ist.

Gemessen wurde deshalb neben der klassischen Beleuchtungsstärke auch die melanopische EDI (Equivalent Daylight Illuminance). Interessant: Beide Messgrößen zeigten unter den untersuchten Alltagsbedingungen weitgehend vergleichbare Zusammenhänge mit den Schlafparametern aber auch, dass bestimmte Auswirkungen je nach Chronotyp (Eule oder Lerche 😉) unterschiedlich sein können.

Die Ergebnisse sprechen also dafür, bei der Bewertung von Lichtumgebungen neben der Lichtmenge auch Tageszeit und Chronotyp zu berücksichtigen.

Quelle:
Hwang et al. (2026): Melanopic light exposure in urban built environments predicts sleep quality: Real-world evidence from wearable spectral monitoring.
Building and Environment, 302, 114801.
DOI: 10.1016/j.buildenv.2026.114801

19/08/2026

Guter Schlaf beginnt nicht erst am Abend. Auch das Licht am Morgen spielt eine Rolle. ☀️

Licht ist einer der wichtigsten Zeitgeber für unsere innere Uhr. Gerade morgens hilft ein ausreichend starkes Lichtsignal dabei, unseren Tag-Nacht-Rhythmus zu stabilisieren.

Und genau hier kann das Homeoffice zum Thema werden:
Das Licht des Bildschirms allein ist dafür nicht ausreichend. Entscheidend ist auch, wie viel Licht tatsächlich an unseren Augen ankommt – idealerweise Tageslicht, bei Bedarf sinnvoll ergänzt durch künstliche Beleuchtung.

Eine Studie von Figueiro et al. (2017) untersuchte 109 Büroangestellte in fünf Bürogebäuden. Über jeweils sieben Tage wurde mit persönlichen Messgeräten erfasst, wie viel circadian wirksames Licht die Beschäftigten tatsächlich abbekamen. 81 Personen nahmen sowohl im Winter als auch im Sommer teil.

Das Ergebnis: Eine höhere circadian wirksame Lichtexposition am Morgen war unter anderem verbunden mit

• kürzerer Einschlafzeit, besonders im Winter
• einer stärkeren Synchronisation des circadianen Rhythmus
• besserer berichteter Schlafqualität

Auch eine höhere wirksame Lichtexposition über den gesamten Tag war mit besserer Schlafqualität verbunden.

Wichtig: Das war eine Feldstudie und zeigt zunächst Zusammenhänge, keinen einfachen Ursache-Wirkungs-Beweis.

Fürs Homeoffice heißt das trotzdem:
☀️ morgens möglichst viel Tageslicht nutzen
🪟 Arbeitsplatz sinnvoll zum Fenster ausrichten (parallel)
💡 bei wenig Tageslicht künstliche Beleuchtung ergänzen
👁 dabei nicht nur den Schreibtisch beleuchten, Licht muss auch am Auge ankommen
🖥️ Blendung und Reflexionen auf dem Bildschirm vermeiden

Gute Arbeitsplatzbeleuchtung bedeutet also mehr als „genug Lux auf dem Tisch“. Sie sollte Sehen, Wohlbefinden und unseren natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus gleichermaßen unterstützen.

Studie: Figueiro MG et al. The impact of daytime light exposures on sleep and mood in office workers. Sleep Health. 2017;3(3):204–215. DOI: 10.1016/j.sleh.2017.03.005

Welche Schadstoffuntersuchung sinnvoll ist, hängt nicht davon ab, was ein Labor alles anbieten kann, sondern davon, welc...
16/08/2026

Welche Schadstoffuntersuchung sinnvoll ist, hängt nicht davon ab, was ein Labor alles anbieten kann, sondern davon, welche Frage beantwortet werden soll.

Eine Raumluftanalyse, eine Materialprobe und eine Hausstaubanalyse liefern jeweils unterschiedliche Informationen – und haben unterschiedliche Grenzen.

Gerade vor einem Immobilienkauf oder einer Renovierung lohnt es sich deshalb, zunächst Baujahr, Materialien, Auffälligkeiten und die geplanten Arbeiten einzuordnen. So lässt sich gezielter untersuchen und vermeiden, dass unnötig viele Analysen beauftragt werden oder relevante Fragen offenbleiben.

Mehr dazu auch in meinem aktuellen Blogbeitrag zur Immobiliendiagnose vor dem Kauf. Link in der Bio.




19/07/2026

Eine Freundin fragte mich gestern als ich von meinen Wahrnehmungen der Lüneburger Ortsqualität erzählte, ob man nicht eigentlich erst bei sich selbst angekommen sein muss, um wahrnehmen zu können.

Tatsächlich sehe ich es eher so, dass Wahrnehmungsübungen an verschiedenen Orten dabei unterstützen, bei sich anzukommen, weil man unterscheiden lernt, was hat mit einem selbst zu tun und was ist eine übergeordnete Ortsqualität.

Dieses alte Kinderfoto von mir symbolisiert tatsächlich sehr gut die Unsicherheit, mit der ich aufgewachsen bin und die in meinem Fall maßgeblich zur Ausbildung meiner Wahrnehmungsfähigkeiten beigetragen hat. Die Aufgabe im Erwachsenealter ist dann wieder mehr sich selbst wahrzunehmen und nicht nur das Außen abzuscannen.
Meine Geomantie Ausbildungen haben mich auf diesem Wege entscheidend unterstützt.

Wenn Du Dir Einzelbegleitung und Unterstützung bei Deinen eigenen Wahrnehmungen an besonderen Kraftorte wünscht, schreibe mir gern.



29/06/2026

Entscheidend ist nicht in erster Linie die App, sondern der Funkweg.

WhatsApp über WLAN kann häufig strahlungsärmer sein, weil das Handy meist mit geringerer Sendeleistung bis zum nahen Router funkt. Entscheidend sind aber Empfang, Abstand und die konkrete Nutzungssituation.

Läuft WhatsApp über mobile Daten, nutzt das Handy weiterhin das Mobilfunknetz, so dass kein wesentlicher Unterschied zu erwarten ist.

Wichtig ist außerdem: Bei schlechtem Empfang erhöht das Smartphone seine Sendeleistung. Das passiert zum Beispiel häufig in Kellern, im Auto, im Zug oder in Aufzügen.

Abstand zum Körper ist der beste Weg, um die persönliche Exposition gegenüber elektromagnetischer Strahlung zu reduzieren. Zu Hause kann man den Lautsprecher nutzen, unterwegs ein kabelgebundenes Headset. Bei schlechtem Empfang macht es Sinn, das Telefonat zu verschieben, um sich nicht der hohen Sendeleistung auszusetzen.

Eine Variante, die ich zu Hause oft nutze:

Telefonieren über die Desktop Whatsapp Version am Rechner mit LAN Verbindung.📞👍

11/06/2026

Ästhetisches Erleben entsteht nicht allein durch Schönheit, sondern wenn Wahrnehmung, Gefühl und Bedeutung zusammenwirken.

Genau deshalb beginnt gute Raumgestaltung nicht bei einem Stil, sondern beim Menschen.

Wie wird ein Raum wahrgenommen?
Welche Atmosphäre entsteht?
Was unterstützt Ruhe, Klarheit, Lebendigkeit oder Rückzug?
Und was braucht dieser konkrete Mensch an diesem konkreten Ort?

In meiner baubiologischen Raumgestaltung verbinde ich messbare und wahrnehmbare Raumqualitäten. Ergänzend beziehe ich Aspekte aus Geomantie und Feng Shui ein, etwa die Qualität des Ortes, seine Ausrichtung und seine Wirkung auf den Menschen. So entstehen Räume, die nicht nur funktional gestaltet sind, sondern bestimmte Qualitäten bewusst stärken. Wichtig ist dabei, dass die getroffenen Maßnahmen auf den Menschen im Raum individuell abgestimmt sind (oder die Familie).

Wenn Du Deine Räume nicht nur schöner, sondern bewusster, gesünder und tragfähiger gestalten möchtest, begleite ich Dich gern dabei.

31/05/2026

Warum berührt uns etwas – und anderes lässt uns kalt?

Die Neuroästhetik ist ein noch junges, interdisziplinäres Forschungsfeld. Sie untersucht, was im Gehirn und im Nervensystem geschieht, wenn wir etwas als schön, stimmig, berührend oder bedeutsam erleben.

Dabei geht es nicht nur um Kunst. Ästhetisches Erleben entsteht überall dort, wo Wahrnehmung, Körper, Gefühl und Bedeutung zusammenkommen – also auch im Wohnraum.

Drei Aspekte sind dabei besonders wichtig:

1. Wahrnehmung erkennt Ordnung
Unser Nervensystem reagiert auf Muster, Proportionen, Rhythmus, Kontraste und Stimmigkeit.

2. Bewertung erzeugt Resonanz
Ein Eindruck bleibt nicht neutral. Er kann beruhigen, irritieren, anziehen, Spannung erzeugen oder Sicherheit vermitteln.

3. Bedeutung macht es persönlich
Erst durch Erinnerung, Erfahrung, Kontext und Selbstbezug wird aus einem Reiz ein ästhetisches Erlebnis.

Für die Raumgestaltung heißt das:
Ein Wohnraum wirkt nicht nur über Farbe, Möbel oder Dekoration. Er wirkt darüber, ob er Orientierung gibt, Atmosphäre schafft und den Menschen innerlich erreicht.

Ein Raum ist dann mehr als schön, wenn er spürbar in Beziehung zum Menschen tritt.

18/05/2026

Es geht nicht nur um Messwerte, Materialien und die Reduzierung von Belastungen. All das ist wichtig und schafft eine wertvolle Grundlage, doch die tiefe Sehnsucht nach Verbundenheit und dem Gefühl, wirklich angekommen zu sein, wird dadurch allein nicht gestillt.

Es braucht Räume, die dabei unterstützen, in denen man sich sicher fühlt und in denen der Körper Anspannung loslassen kann. Räume, in denen man zur Ruhe kommt und durchatmet, in denen man einfach nur sein kann.
In der Natur lässt sich das häufig noch viel intensiver erleben, aber in unserer Gesellschaft halten wir uns durchschnittlich zu 90% in geschlossenen Räumen auf (ja, ich finde das auch erschreckend…).

Und diese Räume wirken auf uns, oft unbewusst.

Lasst uns gemeinsam einen Beitrag dazu leisten, dass Räume zu einem Heimathafen werden, zu Orten, die uns dabei unterstützen, im Körper, im Leben und auf dieser Erde anzukommen.

Schreibe in die Kommentare, was aus Deiner Sicht dabei unterstützen kann, so dass für alle zugänglich eine Sammlung voller Impulse und Ideen entsteht. Ich bin schon sehr gespannt.✨

Viele LED-Leuchtmittel gelten als effizient, doch aus baubiologischer Sicht lohnt sich ein genauerer Blick.Spektrale Zus...
25/03/2026

Viele LED-Leuchtmittel gelten als effizient, doch aus baubiologischer Sicht lohnt sich ein genauerer Blick.

Spektrale Zusammensetzung, Flimmerverhalten und elektrische Felder können Einfluss auf unser Wohlbefinden haben und sollten bei der Auswahl berücksichtigt werden.

Die Qualität von Licht zeigt sich nicht nur in der Helligkeit, sondern vor allem in seiner Wirkung auf den Menschen.

👉 Im Baubiologie Magazin findest du dazu einen ausführlichen Artikel mit einem Lampenvergleich auf Basis einer Bachelorarbeit.

https://baubiologie.de/wissen/baubiologie-magazin/

23/02/2026

Wenn ich ein Haus betrete, beginne ich nicht sofort mit Messgeräten.
Ich beginne mit meinen Sinnen.

Als erstes nehme ich den Geruch wahr. Je nachdem, ob es nach z.B. eher nach Schimmel, Aldehyden, Holzschutzmittel oder Lösemitteln riecht, entstehen bei mir erste Hypothesen zu potentiellen Belastungen und möglichen Messstrategien.

Als zweites kommt das Raumgefühl. Ist es eher kühl oder warm? Kühlere Räume begünstigen eine höhere relative Luftfeuchtigkeit und damit unter
Umständen Schimmelbildung. Evtl. untermauert das schon Hinweise aus dem Geruchseindruck.

Als drittes lasse ich meinen Blick schweifen. Ich achte auf Ecken von Außenwänden, Fensterlaibungen und andere mögliche Wärmebrücken. Verfärbungen müssen nicht automatisch Schimmel sein, sind aber immer eine genauere Betrachtung wert. Was findet man an Bauelementen und Möbeln vor? Holzelemente, Möbel mit Spanplatten, Wollteppiche,...? Gedanklich clustere ich mögliche Quellen, bei denen eine Überprüfung sinnvoll ist.

Während ich dann meine ersten Wahrnehmungen messtechnisch überprüfe, achte ich darauf, ob sich bei mir mit längerem Aufenthalt körperlich
etwas verändert. Spüre ich einen Druck im Kopf, entsteht ein Kratzen im Hals, gibt es ein Unwohlsein oder auch nicht?

Als ausgebildete Geomantin kommen noch weitere Ebenen der Wahrnehmung dazu, die mir helfen, die Probleme des Auftraggebers oder der Auftraggeberin genauer zu lokalisieren.

Wenn man weiß, worauf zu achten ist, kann eine zielführende Messestrategie unnötige Untersuchungen und Laboranalysen vermeiden.

📩 Wenn Du unsicher sind, ob Dein Zuhause Risiken birgt, begleite ich Dich gern mit einer fachlichen Einschätzung und messtechnischer Untersuchung.





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Seevetal
21217

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