24/08/2026
Für die Studie wurde die persönliche Lichtexposition von 59 jungen Erwachsenen über sieben Tage im Alltag mit tragbaren Spektralsensoren erfasst und mit ihren Schlafdaten verglichen.
🔎 Was bedeutet „melanopisch“?
Damit ist die Wirkung von Licht auf Melanopsin gemeint, ein lichtempfindliches System in der Netzhaut, das unter anderem an der Steuerung unserer inneren Uhr und des Schlaf-Wach-Rhythmus beteiligt ist.
Gemessen wurde deshalb neben der klassischen Beleuchtungsstärke auch die melanopische EDI (Equivalent Daylight Illuminance). Interessant: Beide Messgrößen zeigten unter den untersuchten Alltagsbedingungen weitgehend vergleichbare Zusammenhänge mit den Schlafparametern aber auch, dass bestimmte Auswirkungen je nach Chronotyp (Eule oder Lerche 😉) unterschiedlich sein können.
Die Ergebnisse sprechen also dafür, bei der Bewertung von Lichtumgebungen neben der Lichtmenge auch Tageszeit und Chronotyp zu berücksichtigen.
Quelle:
Hwang et al. (2026): Melanopic light exposure in urban built environments predicts sleep quality: Real-world evidence from wearable spectral monitoring.
Building and Environment, 302, 114801.
DOI: 10.1016/j.buildenv.2026.114801