15/08/2025
"Darf ich Dich berühren?"
"Magst Du eine Umarmung?"
Gar nicht so schwer VORHER zu fragen, oder?
Berührungen sind für uns Menschen überlebensnotwendig. Sie nähren uns, sind Ausdruck von Sympathie, Zuneigung, Verbundenheit, Lust,... ... ...
Sie können trösten, verbinden, Halt geben –
aber sie können auch respektlos sein, überfordern, verletzen, und grenzüberschreitend und übergriffig sein.
Nicht jede Nähe ist willkommen.
Nicht jede Umarmung ist ein Geschenk. Nicht jede Hand an unterschiedlichen Körperstellen ist willkommen.
Nur weil Du es gut meinst, nur weil es für Dich angemessen ist, nur weil es Ausdruck Deines Bedürfnisses ist, heißt es nicht, dass es sich für andere gut anfühlt.
Kein anderer Körper ist ein Raum, zu dem du automatisch und selbstverständlich Zugriff oder Zutritt hast.
Ungefragte oder unerwünschte Berührungen sind keine Kleinigkeit.
Auch nicht innerhalb der Familie, nicht zwischen Liebenden, nicht unter Freund*innen, nicht unter Kolleg*innen, Geschäftspartner*innen, und auch nicht in anderen beruflichen Beziehungen, oder in der Freizeit.
Jeder Mensch hat das Recht selbst zu entscheiden, wann wie und von wem eine Berührung erwünscht ist. Nein heißt hier Nein PUNKT.
Ein "stell dich nicht so an" ,"das war doch nur nett gemeint" "ich wollte doch nur" "aber das letzte Mal war es doch ok" entwertet das Gefühl der Person, die sich unwohl fühlt und stellt ihr Recht auf Selbstbestimmung in Frage.
Dein Körper, Deine Regeln, Deine Freiheit JA und/oder NEIN zu sagen und das sogar ohne Rechtfertigung oder Begründung. Du willst nicht PUNKT oder DREI AUSRUFEZEICHEN.
Achtsamkeit und Respekt beginnt mit der Frage:
„Ist es okay für dich, wenn ich dich berühre?“
Und mit dem Respekt für ein klares Nein.
Ein Nein zur Berührung ist kein Nein zur Verbindung –
es ist ein Ja zur Selbstbestimmung.