29/04/2026
»panta rhei – alles fließt« – Heraklit
Das einzig Konstante im Leben ist die Veränderung, das wusste schon der antike Philosoph Heraklit von Ephesos.
Genauso ist es auch im Berufsleben: Veränderung gehört einfach dazu. Manchmal sind wir es, die sich verändern – mit einem neuen Job, neuen Aufgaben, vielleicht sogar einem Umzug, weil wir an einer ganz anderen Stelle neu durchstarten wollen.
Und manchmal sind es die anderen, bei denen sich etwas verändert. Dann sind wir die, die zurückbleiben und sich fragen: Wie geht’s jetzt weiter? 😬
Eine spannende Sache am menschlichen Gehirn ist ja, dass es Veränderungen skeptisch gegenübersteht. Unter anderem aus dem Grund, dass wir Verluste deutlich stärker spüren als Gewinn und deshalb schnell grummelig werden, wenn wir das Gefühl haben, dass uns etwas weggenommen wurde. Selbst dann, wenn es direkt Ersatz gab!
Diese sogenannte »Verlustaversion« macht sich auch bei Veränderungen im Team bemerkbar. Wenn z. B. ein Kollege das Unternehmen verlässt und schon kurz darauf ein neuer Mitarbeiter dazu kommt, fühlt das sich oft nicht wie ein Grund zur Freude an. Nicht, weil der neue Kollege ein Weilchen braucht, um sich einzuarbeiten, sondern weil er einfach nicht die Person ist, die wir gern weiterhin an dieser Stelle gehabt hätten. 😕
Deshalb ist es umso wichtiger, Veränderungen im Arbeitsalltag bewusst als solche zu betrachten. Als Momente, in denen sich einfach etwas verschiebt – niemand nimmt uns etwas weg, auch wenn es sich vielleicht so anfühlt. Und vielleicht gibt es schon bald etwas vollkommen Neues, über das wir uns umso mehr freuen können, wenn wir es nicht ständig mit dem vergleichen, was sich eh nicht zurückholen lässt.
Denn: panta rhei – alles fließt. 🌊