12/04/2026
Kinder reagieren in unseren Augen oft seltsam, unerklärlich, übertrieben oder gar aggressiv, wenn sie gerade nicht in der Lage sind, uns auf andere Weise ihren Unfrieden mitzuteilen. Dann ist es die Aufgabe von uns Erwachsenen, dem Kind genau dabei zu helfen. Statt es zur Strafe allein in sein Zimmer zu schicken, sollten wir lieber mit ihm zusammen heraus finden, was genau zu diesem Verhalten geführt hat. Ja, das geht nur mit wahrhaftiger Präsens und einem offenen Herzen für ehrliche Klärung. Öffnen wir uns für die wahren Belange unserer Kinder und geben so Raum für Klärung und erfolgreiche Begleitung unseres Kindes ins Leben. Es darf erst lernen, welche Gefühle es gibt, wie man sie benennt und wann sie entstehen. Es darf mit unserer Hilfe erst lernen, mit welchen Worten es uns mitteilen kann, was sich gerade ungut in ihm anfühlt. Dann werden Aufmüpfigkeit und andere unerwünschte Verhaltensweisen des Kindes auf ganz natürliche Weise verschwinden und es lernt viel über Gefühle, ihre Daseinsberechtigung und den Umgang damit. Wir Erwachsenen erwarten oft Dinge von unseren Kindern, die wir selbst noch nicht beherrschen. Und statt mit ihnen gemeinsam zu lernen, fühlen wir uns angegriffen, bestrafen sie und gehen so in einen Machtkampf. Für beide Seiten kontraproduktiv und stressig. Wenn wir in der Lage sind, unserem Kind als ebenbürtiges Wesen zu begegnen, dann können wir auf Herz-Ebene kommunizieren und beide aneinander wachsen und heilen.
Ja, dein Kind ist einzigartig - genau wie Du ❤
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