13/06/2026
Nachdenkliche Minuten.
Manchmal sitze ich da und frage mich, wie das Handwerk in 10 oder 20 Jahren aussehen wird.
Wir suchen händeringend Nachwuchs. Gleichzeitig sehe ich immer mehr junge Menschen, die kaum noch wissen, wie man mit Werkzeug umgeht, Verantwortung übernimmt oder eine Aufgabe zu Ende bringt, auch wenn es mal anstrengend wird.
Dabei sind es genau diese Fähigkeiten, die unser Land aufgebaut haben: Fleiß, Disziplin, Zuverlässigkeit und der Wille, etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen.
Natürlich gibt es auch heute motivierte junge Menschen – und die verdienen Respekt. Aber insgesamt mache ich mir Sorgen, ob wir als Gesellschaft den Wert von handwerklicher Arbeit noch ausreichend vermitteln.
Ein Haus baut sich nicht von allein. Eine Sanierung erledigt keine App. Und wenn der Handwerker fehlt, merkt man erst, wie wichtig er wirklich ist.
Als Handwerker mit vielen Jahren Berufserfahrung blicke ich deshalb durchaus skeptisch in die Zukunft. Nicht weil ich schwarzsehen möchte, sondern weil ich hoffe, dass wir wieder mehr Wertschätzung für Leistung, Ausbildung und echtes Können schaffen.
Wie seht ihr das? Ist das Handwerk für die junge Generation noch attraktiv genug – oder haben wir ein gesellschaftliches Problem?