30/04/2026
Die deutschen Stromnetze waren am Sonntag voll mit Strom, den niemand benötigt.
Nach Daten der Entso-E deckte Photovoltaik am Sonntagmittag (26.04.) zeitweise 94% des gesamten Stromverbrauchs in DE.
Zusätzlich können Kohlekraftwerke nicht schnell aus und angeschaltet werden. Es ist für die Betreiber oft wirtschaftlicher, den Strom zu Negativpreisen einzuspeisen.
Dadurch kam zu einem massiven Überangebot an Energie.
In bestimmten Netzgebieten, wie etwa in Teilen von München, fielen die Preise so extrem, dass er zeitweise bei -40 Cent lag. MINUS.
Kunden bekamen also Geld dafür, dass sie Strom verbrauchen. Für ein E-Auto wäre das einen zweistelliger Eurobetrag gewesen.
Damit ein negativer Strompreis tatsächlich bei dir ankommt, müssen zwei Bedingungen erfüllt sein:
Du brauchst
1. einen dynamischen Stromtarif und
2. ein Smart-Meter
Aber bisher haben nur etwa 5,5 % der deutschen Haushalte einen Smart-Meter.
Das Zeigt die Notwendigkeit einer besseren Vernetzung. Verbraucher könnten die Schwankungen der erneuerbaren Energien nicht nur ausgleichen, sondern finanziell massiv davon profitieren.
Aber bevor du jetzt sofort deinen Stromtarif wechselst:
Solche extremen Preise wie -40 Cent sind sehr selten. Normalerweise sorgen Steuern, Abgaben und Netzentgelte dafür, dass der Preis für Privatkunden selbst bei negativen Börsenpreisen positiv bleibt.
Folge uns für tägliche Einblicke in die Technik von morgen!