04/09/2026
Klimawandel in der Tierwelt 🕷️
Vor einem Jahr hatten wir an dieser Stelle unseren Erstnachweis einer Gottesanbeterin (Mantis religiosa) in der Stadt Fürth gepostet. Bereits in diesem Jahr werden die einschlägigen Beobachtungsportale von Meldungen dieser Fangschrecke regelrecht geflutet - und das bundesweit! Dies ist jedoch kein Erfolg des Naturschutzes, sondern schlicht die Folge des Klimawandels und ein Ergebnis des heißen und trockenen Sommers 2026. 🕸️
Sonst nur auf „klimabegünstigte“ Regionen beschränkt, konnten sich solche Arten in den letzten beiden Jahrzehnten zunehmend in „kälteren“ Gegenden ausbreiten. Die Gottesanbeterin ist dabei nur eine von vielen Arten. Neben grundsätzlich hier schon vorkommenden Arten, die vom Klimawandel profitieren wie z.B. die Heuschreckensandwespe (Sphex funerarius) oder die Wespenspinne (Argiope bruennichi), zählen dazu auch früher hier nicht heimische Arten wie die Nosferatu-Spinne (Zoropsis spinimana) oder die Weißrandfledermaus (Pipistrellus kuhlii). 🦇
Diesem Hinzugewinn an Arten steht aber leider auch die bittere Realität gegenüber, dass es vielen Tierarten schlichtweg zu heiß bei uns wird und deren Verbreitungsareal zunehmend kleiner. Diese Arten zu bewahren ist eine wichtige Aufgabe für uns in der Landschaftsplanung.
-Spinne