31/07/2026
🪟 Mythos des Monats: Reicht Kippen zum Lüften aus?
Viele sind der Meinung, dass ein dauerhaft gekipptes Fenster ausreicht, um einen Raum mit frischer Luft zu versorgen. Doch das stimmt nur bedingt.
Beim Kippen wird die Luft nur langsam ausgetauscht. Die verbrauchte, feuchte Raumluft bleibt oft lange im Raum, während gleichzeitig kalte Außenluft kontinuierlich nachströmt. Dadurch kühlen vor allem Fenster, Fensterlaibungen und angrenzende Wände aus. Im Winter geht so nicht nur wertvolle Heizenergie verloren – an kalte Oberflächen kann sich Feuchtigkeit aus der Raumluft niederschlagen. Das schafft ideale Bedingungen für Schimmelbildung.
Deutlich effektiver ist das Stoßlüften. Öffne deine Fenster mehrmals täglich für etwa 5 bis 10 Minuten vollständig, am besten gegenüberliegende Fenster gleichzeitig. Durch den schnellen Luftaustausch wird die feuchte und verbrauchte Raumluft nach außen transportiert und durch frische Luft ersetzt. Gleichzeitig bleibt die gespeicherte Wärme in Wänden, Decken und Möbeln weitgehend erhalten, sodass der Raum anschließend schnell wieder seine angenehme Temperatur erreicht.
Eine sinnvolle Ergänzung können außerdem Flügelfalzlüfter sein, die sich bei vielen Fenstern auch nachträglich einbauen lassen. Sie ermöglichen einen kontrollierten, dauerhaften Luftaustausch und helfen dabei, eine zu hohe Luftfeuchtigkeit zu reduzieren – beispielsweise nach dem Kochen oder Duschen sowie in Schlafräumen. Flügelfalzlüfter ersetzen das regelmäßige Lüften jedoch nicht, sondern unterstützen dabei, ein gesundes Raumklima auf einfache und kostengünstige Weise zu erhalten.
💡 Unser Tipp: Dauerhaft gekippte Fenster sind keine energiesparende Lösung. Kurzes, regelmäßiges Stoßlüften – bei Bedarf ergänzt durch Flügelfalzlüfter – sorgt für ein gesundes Raumklima, spart Heizkosten und hilft, Schimmel vorzubeugen.