24/08/2026
Zum 100. Geburtstag des Architekten Bernhard Dirksmeier
Bernhard Dirksmeier wurde am 24. August vor 100 Jahren in Münster geboren. Heute feiert der Architekt und Dombaumeister diesen besonderen Tag im Kreis seiner Familie in Lüdinghausen. Seine Kindheit verbrachte er im Brunnenviertel von Münster. Von 1953 bis 1956 studierte er Architektur an der RWTH Aachen.
Bereits als junger Regierungsbaurat bei der Staatshochbauverwaltung Münster machte Dirksmeier mit modernen Entwürfen auf sich aufmerksam. Er plante die St. Sebastian-Kirche (1962, mit Heinz Esser) an der Hammer Straße. Weitere Projekte folgten: das Hygienisch-Bakteriologische Landesuntersuchungsamt (1959–1961; 1964–1967) an der Von-Stauffenberg-Straße und das Schulkollegium (1966) an der Moltkestraße. Zusammen mit Heinz Richter realisierte er das neue Regierungspräsidium am Domplatz (1963–1971).
1969 übertrug ihm das Finanzministerium Nordrhein-Westfalens eine Schlüsselrolle im Hochschulbau. Beim Aktionsprogramm Hochschulbau 75 leitete er das neu gegründete Zentrale Planungsbüro für Hochschulbauten (ZPH).
1974 begann für Dirksmeier ein weiteres Kapitel: als Diözesanbaumeister im Bistum Münster. Für den Dom in Münster initiierte er besondere Projekte: das rekonstruierte Kachelzimmer, die Neugestaltung der Grablege des Kardinals Clemens August von Galen durch Rolf Crummenauer und den Fensterzyklus für den Kapellenkranz von Georg Meistermann.
Am Horsteberg fügte Dirksmeier Neubauten harmonisch in das Umfeld des Doms ein: das Kirchengericht, zwei Domherrenhäuser und die 1981 eröffnete Domkammer mit ihren drei markanten Giebeln. Diesen Schatzraum erschloss er behutsam nur über den Kreuzgang – von innen, als Teil des Domes, nicht etwa als eigenes Museum. Zum Abschluss seiner Dienstzeit 1989 ernannte ihn das Bistum zum Dombaumeister.
Der BDA Münster-Münsterland würdigt am Donnerstag, 22. Oktober 2026 um 19 Uhr in der Bezirksregierung im Rahmen der Reihe „A–Z Architekten in Münster“ Leben und Werk des Jubilars.
Text, Fotos: Stefan Rethfeld; Porträt Dirksmeier (2026): privat