04/06/2026
Es ist jetzt genau zwei Tage her, seit wir meinen Lieblingsmenschen in den Himmel verabschiedet haben.
Seitdem haben mich unzählige Nachrichten erreicht. So viele liebe Worte, Gedanken und Erinnerungen. Dafür bin ich unendlich dankbar.
Direkt nach der Trauerfeier sind wir ans Meer gefahren.
Ich hatte gehofft, dass der Wind meinen Kopf freipustet und die Weite mir etwas Leichtigkeit schenkt.
Doch immer wieder liefen mir die Tränen übers Gesicht.
Die Erinnerungen waren einfach zu präsent.
Die Traurigkeit zu groß.
Erst als wir uns mit Freunden getroffen haben, änderte sich etwas.
Wir haben über sie gesprochen. Über ihr Lachen. Über ihre Neugier. Über ihre besondere Art, Menschen zu begegnen. Über all die Erinnerungen, die sie hinterlassen hat.
Und plötzlich wurde es leichter.
Nicht, weil der Schmerz verschwunden wäre.
Er ist noch da.
Aber weil ich gemerkt habe, dass Trauer getragen werden kann.
Dass wir nicht alles allein aushalten müssen.
𝗩𝗶𝗲𝗹𝗹𝗲𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗴𝗶𝗹𝘁 𝗱𝗮𝘀 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗻𝘂𝗿 𝗳ü𝗿 𝗠𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻, 𝗱𝗶𝗲 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗻 𝗴𝗲𝗹𝗶𝗲𝗯𝘁𝗲𝗻 𝗠𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝘃𝗲𝗿𝗹𝗼𝗿𝗲𝗻 𝗵𝗮𝗯𝗲𝗻.
Auch Angehörige von Menschen mit Depressionen tragen oft eine stille Trauer in sich.
Sie haben vielleicht niemanden durch den Tod verloren.
Und doch vermissen sie manchmal den Menschen, der früher so lebensfroh, unbeschwert oder voller Energie war.
Auch ihre Sorgen, ihre Erschöpfung und ihr Schmerz verdienen einen Platz.
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Wenn etwas schwer wird, ziehen wir uns oft zurück.Wir wollen niemanden belasten.Wir glauben, wir müssten alleine damit fertig werden.
Doch manchmal beginnt Heilung genau dort, wo wir den Mut haben, darüber zu sprechen.
Nicht, um Lösungen zu finden.Nicht, um den Schmerz wegzumachen.
Sondern einfach, um ihn zu teilen.
Und plötzlich wird aus einem „Ich muss das alleine tragen“
ein
„Wir tragen das gemeinsam.“
Das tut immer noch weh.
Aber es tut nicht mehr ganz so weh.