12/01/2024
Im Februar 2017 haben wir unser kleines Unternehmen, Elektrotechnik Brenzinger in Ketsch, gegründet. Anfangs war dieses noch ein 1-Mann-Betrieb.
Mittlerweile sind wir 8 Mitarbeiter: davon 4 Elektriker, 2 Auszubildende und 2 Büromenschen.
Um weitere Elektroinstallateure anzuwerben, ist eine Stelle stets annonciert.
Bei uns kann man sich sozusagen dauerhaft – und das seit Jahren – bewerben.
Natürlich gab es über die Jahre etliche Bewerbungen und so einige Bewerbungsgespräche.
Einige von diesen Bewerbern gehören mittlerweile fest zu unserem Team.
Nun heißt es ja – manchmal in den Medien und manchmal von dem einen oder anderen politischen Lager oder manchmal auch von der ein oder anderen Laberbacke – es gäbe gar keinen Fachkräftemängel auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Dieser Mangel sei ein Märchen.
Dieses „Märchen“ würden wir gerne aus unserer Sicht einmal näher beleuchten:
(Ja, wir haben nachgerechnet) Von allen eingegangenen Bewerbungen waren 95% (!!) von Menschen MIT Migrationshintergrund. Die restlichen 5% waren Bewerbungen von Menschen OHNE Migrationshintergrund.
Was bedeutet das? Hätte es keine Bewerber mit Migrationshintergrund gegeben, dann stünden wir heute (also fast 8 Jahre nach Firmengründung) wahrscheinlich immer noch als 1-Mann-Betrieb da. Wir könnten also nicht mal ¼ der heute anfallenden Kundenaufträge abarbeiten. Wartezeiten von bis zu zwei Jahren wären dann realistisch.
Ganz konkret können wir also sagen, dass wir fast keine Mitarbeiter hätten und Sie, als Kunden wahrscheinlich auch keinen Elektriker.
Daher bestätigen wir hiermit: es gibt einen Fachkräftemangel und wir sind jedem Bewerber und jedem Mitarbeiter MIT Migrationshintergrund dankbar!
Jeder, der etwas anderes behauptet…
…weiß es entweder nicht besser,
…lügt oder
…weist einen erheblichen Intelligenzmangel auf.
Abgesehen davon, dass wir diese kategorische Einteilung in „Mensch mit Migrationshintergrund“ und „Mensch ohne Migrationshintergrund“ für ziemlich sinnlos erachten, so können wir für unseren Betrieb (wahrscheinlich auch überwiegend für die ganze Branche) ausschließen, dass der „gemeine Einwanderer“ dem „heimischen Deutschen“ Arbeit wegnehmen würde.
Noch eine weitere kleine Anmerkung: die Person, die uns gestern Nacht ERNEUT einen Reifen zerstochen hat, wird wahrscheinlich eine Person OHNE Migrationshintergrund sein. Danke an dieser Stelle.
Zum Abschluss noch eine weitere Anmerkung – wir meinen natürlich:
Bewerber*in
Mitarbeiter*innen
(Nein, beim *Gendern* ist uns kein Körperteil abgefallen).
Vielen Dank an unsere treue Kundschaft.
Wir sind gerne Ihr Elektriker Ihres Vertrauens.
Patrik und Denise Brenzinger