14/08/2026
In vielen Wohnungen gibt es keinen Balkon, keinen Trockenraum und keinen Platz im Keller. Die Wäsche muss also in die Wohnung. Im Sommer hält das kaum jemand für ein Problem, es trocknet ja schnell.
Der Haken liegt woanders. Bei Hitze bleiben Fenster und Rollläden tagsüber zu, damit die Wohnung kühl bleibt. Gegen die Hitze ist das richtig, für die Feuchtigkeit ungünstig. Nach dem Schleudern stecken in einer Maschinenladung noch 2 bis 3 Liter Wasser. Die Wäsche wird trocken, das Wasser bleibt im Raum. Ist die Luft voll, gibt sie den Rest an die kühlste Fläche ab. Meist eine Ecke an der Außenwand oder die Stelle hinter dem Schrank, wo keine Luft hinkommt.
Dort beginnt Schimmel. Früher, als die meisten denken. Er braucht keine nasse Wand, eine Oberfläche, die über Wochen klamm bleibt, reicht ihm. Deshalb riecht man ihn zuerst. Der dunkle Belag kommt später.
Was sofort hilft und nichts kostet: eine Stufe höher schleudern. Und den Wäscheständer nicht in den kühlsten Raum stellen, sondern dorthin, wo du weit aufmachen kannst.
Ist die Ecke bereits dunkel und du kannst dir nicht erklären weshalb? Ob es am Wohnverhalten liegt oder an der Bausubstanz, zeigt erst eine Messung an der Wandoberfläche. Das schauen wir uns vor Ort an, bevor irgendwer irgendwas verspricht.
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