02/09/2026
Vom Geschosswohnungsbau zur Villa
Das im Krieg zerstörte Doppelhaus wurde im Stil der Nachkriegsjahre als Geschosswohnungsbau wieder aufgebaut. Das Wohngebiet zwischen Alsterlauf und Leinpfadkanal ist von Villen und Punkthäusern geprägt – das Doppelhaus stellt eine Ausnahme dar. Die horizontale Fassadengliederung macht die Teilung sichtbar.
Durch Umbau und Modernisierung wird das Gesamtbild vereinheitlicht. Die Wohnungen erhalten ein zeitgemäßes Layout mit eigenen Außenbereichen. Zugleich wird die Lage zwischen Alsterlauf und Leinpfadkanal herausgearbeitet.
Fassadenteilung
Kubatur mit großflächigem Walmdach und Backsteinfassaden werden nach der energetischen Sanierung wiederhergestellt. Erker und Dachgaube der historischen Hälfte werden in einen Terrassen- und Balkonvorbau übersetzt. Das geschossübergreifende Element stärkt die Vertikalität der Straßenfassade und kaschiert die horizontale Teilung der Nutzungseinheiten.
Bandfenster und liegende Formate werden durch stehende Lochfenster ersetzt und führen beide Gebäudeteile optisch zusammen. Backsteinmotive des Zwillingsnachbarn werden in Gesimse und ein horizontales Relief im Sockelgeschoss übersetzt.
Grundrissgestaltung
Die bestehende Grundrissstruktur wird aufgelöst und neu konfiguriert. Das Entree wird um einen Aufzug verbreitert, sodass das Halbgeschoss barrierefrei überbrückt und alle Etagen komfortabel erschlossen werden. Der eineinhalbgeschossige Raum verleiht dem Eingang Großzügigkeit.
Ein großer Koch- und Wohnbereich zum Alsterlauf mit Terrasse oder Balkon prägt die Wohnungen. Die Schlafräume orientieren sich zum ruhigeren Leinpfadkanal und erhalten ebenfalls Außenbereiche.
Im Dachgeschoss entsteht eine zweigeschossige Maisonette. Im Souterrain kann durch das Tieferlegen der Bodenplatte eine autarke Wohneinheit mit Gartenzugang ergänzt und optional mit dem Hochparterre zu einer Duplex-Einheit verbunden werden.