"Schreiben als Kunst" verbindet beides: kreativ-biographisches Schreiben und künsterlisches Gestalten. Das Angebot richtet sich an Schreibinteressierte mit und ohne Vorerfahrung, Menschen, die gerne biographisch arbeiten - aber auch solche, die durch kreative Anleitungen ins Schreiben kommen wollen. Wir schreiben ohne literarischen Druck in kleinen Gruppen für einen intensiven Austausch. Dabei geh
t es nicht um Bewertung, Gut-Sein, Schlecht-Sein oder Besser-Sein - sondern alleine um die eigene, berührende Selbsterfahrung im und durch das Schreiben. Das macht nicht nur Spaß - sondern hat auch eine heilsame Wirkung auf die Seele. Denn es verhilft uns (ein Stück näher) zu uns selbst.
*************************************************************************************
Warum schreiben wir überhaupt? Wir schreiben, um unsere Gedanken festzuhalten oder sie zu entwickeln. Wir schreiben, um uns zu erinnern und weil wir uns mitteilen möchten. Wir schreiben, um belastende Dinge zu verarbeiten. Wir schreiben, um Erinnerungen zu bewahren. Und wenn wir es tun, entsteht etwas: Ein Text – Ein Gedicht – Eine Geschichte. Wir bauen in den Kursen Angst vor Schreibblockaden ab, entwickeln (wieder) Lust und Spaß am Schreiben und Gestalten und erleben uns schöpferisch und kreativ. Wir schreiben gemeinsam in der Gruppe ohne Druck und literarische Bewertung. Es zählt alleine die biografische Schreiberfahrung im kreativen Prozess der eigenen Lebenswirklichkeit. Wir erfahren uns heilend. Wir stoßen den Prozess des Erinnerns an, erfinden Neues, probieren uns aus und entdecken unser eigenes „inneres Atelier“ – ein Fundus an Erlebtem, dem wir begegnen und Worte geben können. Wir stärken unsere Widerstandsfähigkeit.
*************************************************************************************
„Schreiben ist Begegnung mit sich selbst.“
Nach der Schriftstellerin und Lyrikerin Hilde Domin braucht es zum Schreiben dreierlei Mut:
„Mut, sich selbst zu sein“: Den Mut, seine eigene Stimme zu benutzen.
„Mut zur Wahrheit“: Den Mut, nichs umzulügen, die Dinge beim Namen zu nennen.
„Mut zu Rufen“: Den Mut, an die Anrufbarkeit des anderen zu glauben, daran, wahrgenommen zu werden. Die Schreibprozesse von Schreiben als Kunst unterstützen darin, diesen Mut zu entwickeln und gelingende Beziehungserfahrungen zu machen: Wir erfahren Resonanz auf unser Schreiben, erleben Berührtsein und geben und erhalten eine Anwort*.