23/03/2026
Sabine Kunz zählt zu den profiliertesten bildenden Künstlerinnen der Kunstlandschaft Halles und Sachsen-Anhalts. Ausgebildet an der Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst und Design, entwickelte sie früh eine eigenständige, unverwechselbare Bildsprache, die ihr überregionale und internationale Aufmerksamkeit verschaffte.
Ein Schlüsselwerk ihres künstlerischen Schaffens ist das monumentale Mauerbild Die Tanzenden (1990/2010) an der East Side Gallery in Berlin – ein eindrucksvolles Denkmal für Freiheit und
Menschlichkeit, das zugleich den humanistischen Kern ihres Werkes sichtbar macht.
Das Œuvre von Sabine Kunz umfasst Malerei, Holzschnitt, Farbholzschnitt sowie raumgreifende Installationen. Besonders ihre großformatigen Farbholzschnitt-Serien, in denen die Druckstöcke
selbst Teil der Installation werden, begründen ihr künstlerisches Alleinstellungsmerkmal.
Zentrale Werkgruppen wie Weiblichkeit – Sinnlichkeit – Fruchtbarkeit, Emergenz oder Heart, Pain and
anything else verbinden körperliche Präsenz, sinnliche Erfahrung.
Grundlage ihrer Malerei sind kontinuierlich entstandene figürliche Skizzen, die Beobachtungen von Menschen in elementaren Situationen verdichten. In den daraus entwickelten großformatigen Gemälden stehen Begegnung, Beziehung und Menschlichkeit im
Mittelpunkt – zwischen Nähe und Distanz, Harmonie und Konflikt.
Die Ausstellung bietet einen minimalen konzentrierten
Einblick in zentrale Werkgruppen und macht die Kontinuität und Kraft eines künstlerischen Schaffens erfahrbar, das seit über drei Jahrzehnten von formaler Klarheit, thematischer Tiefe und einer eindringlichen humanistischen Haltung geprägt ist.
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