14/05/2026
Earn-out: Warum dieses Modell oft sinnvoller ist als sein Ruf.
Beim Unternehmensverkauf geht es häufig auch um die Frage:
Wie lassen sich Chancen und Erwartungen fair zwischen Käufer und Verkäufer aufteilen?
Genau hierfür kann ein Earn-out ein sinnvolles Instrument sein.
Vereinfacht gesagt:
Ein Teil des Kaufpreises wird erst später ausgezahlt – abhängig davon, wie sich das Unternehmen nach der Transaktion entwickelt.
Das kann besonders dann hilfreich sein, wenn:
• zukünftiges Wachstum noch nicht vollständig im Kaufpreis abgebildet ist
• beide Seiten unterschiedliche Erwartungen an die Entwicklung haben
• oder der Verkäufer das Unternehmen zunächst weiter begleitet
Wichtig ist dabei vor allem eines:
👉 Die Regelungen müssen frühzeitig klar und nachvollziehbar definiert werden.
In der Praxis kommt es häufig auf drei Punkte an:
1) Welche Kennzahl ist entscheidend?
(z. B. Umsatz, EBITDA oder andere Zielgrößen)
2) Wer beeinflusst die Entwicklung nach dem Verkauf?
(z. B. Investitionen, Preise, Integration oder strategische Entscheidungen)
3) Welche Rolle übernimmt der Verkäufer nach der Transaktion noch?
(operativ aktiv, beratend oder vollständig im Hintergrund)
Unsere Erfahrung bei Conpair:
Ein Earn-out funktioniert besonders dann gut, wenn Erwartungen, Verantwortlichkeiten und Spielregeln frühzeitig sauber eingeordnet werden.
Deshalb legen wir in solchen Prozessen großen Wert darauf, dass beide Seiten ein gemeinsames Verständnis für Struktur, Ziele und Zusammenarbeit entwickeln. Und auch nach der Transaktion begleiten wir viele Prozesse weiter – gerade in den Jahren, in denen Earn-out-Regelungen, Übergänge und gemeinsamen Entwicklungen im Alltag tatsächlich gelebt werden.
So entsteht kein „Zusatzrisiko“, sondern häufig eine Lösung, die für beide Seiten nachvollziehbare und faire Lösung.
👉 Speichern, wenn das Thema Unternehmensverkauf oder Nachfolge perspektivisch relevant sein könnte.