Alexandra Gebur, Freie Rednerin - Traurednerin & Trauerrednerin im Allgäu

Alexandra Gebur, Freie Rednerin - Traurednerin & Trauerrednerin im Allgäu Freie Rednerin - Traurednerin & Trauerrednerin im Allgäu für Eure Freie Trauung, Kinderwillkommensfeste, Trauerreden

11/06/2026

Heute durfte ich beim Kaffeeklatsch im Allgäu Hitradio in Kempten ein wenig von meiner Arbeit erzählen. Wen es interessi...
04/05/2026

Heute durfte ich beim Kaffeeklatsch im Allgäu Hitradio in Kempten ein wenig von meiner Arbeit erzählen. Wen es interessiert - hört gerne rein 😉

Kaffeeklatsch 05.0526: Alexandra Gebur freie Rednerin und Trauerrednerin aus Dietmannsried

Mit einer kleinen, privaten, fast weihnachtlichen Abschiedsfeier fand heute auf dem Mariaberg meine letzte Zeremonie in ...
23/12/2025

Mit einer kleinen, privaten, fast weihnachtlichen Abschiedsfeier fand heute auf dem Mariaberg meine letzte Zeremonie in diesem Jahr statt.

Sie war für eine Frau, die lieber im Stillen gewirkt hat - Ihr letzter unerfüllter Traum war es gewesen, warm eingemummelt noch einmal durch die Schneelandschaft im Schlitten zu fahren.

Dass es hier auf meinem Account in letzter Zeit ruhig war, passt da irgendwie dazu.
Und ehrlich gesagt: Das wird sich auch nicht grundlegend ändern.
Mein Leben – und meine Arbeit – finden für mich vor allem außerhalb von Social Media statt, und das fühlt sich richtig an.

2025 war ein volles Jahr. Knapp 130 Familien und Paare durfte ich wieder begleiten, sei es am Beginn eines Weges oder auf dem letzten Weg – und für dieses riesige Vertrauen bin ich zutiefst dankbar.

Deshalb möchte ich auf diesem Wege noch einmal DANKE sagen:
Für die vielen Rückmeldungen und jede Rezension, die wunderbaren Karten und Briefe, Geschenke und Aufmerksamkeiten.
Ich bewahre sie wie einen Schatz, denn sie zeigen mir, dass diese Arbeit tiefen Sinn hat und manchmal hilft, das Untragbare zu tragen.

Für manche sind diese Tage schwer, besonders dort, wo jemand vermisst wird. Ich wünsche Euch allen ein gesegnetes, lichtvolles Weihnachtsfest und ein glückliches und hoffnungsvolles Jahr 2026.

🌟

Heute ist Welt-Alzheimer-Tag.Abschiede, bei denen ein Mensch mit einer Form von Demenz wie Alzheimer zurückblieb - und d...
21/09/2025

Heute ist Welt-Alzheimer-Tag.
Abschiede, bei denen ein Mensch mit einer Form von Demenz wie Alzheimer zurückblieb - und der vermeintlich nicht mitbekam, wie wir um seinen geliebten Menschen trauern, können herausfordernd sein.
Und so höre ich auch immer wieder, nein, den Papa lassen wir daheim. Oder er soll lieber nicht Teil der Vorbereitung sein, er kann sowieso nichts mehrbeitragen.

Es mag Ausnahmen geben, doch oft wäre eine bessere Integration möglich.
Die Erfahrungen haben mich zudem überzeugt, dass auf Herzensebene mehr ankommt als wir glauben, und dass wir niemandem seinen persönlichen Abschied nehmen sollten.

Auch wenn Worte nicht mehr aufgenommen werden können und die Erinnerung fehlt, spüren an Demenz Erkrankte den Verlust.

Ich sehe es als Teil der Menschenwürde, Trauerfeiern möglichst inklusiv zu gestalten. Mit allem, was Brücken bauen kann, gerade dann, wenn Sprache allein nicht mehr vermittelt.
Deshalb bin ich seit vergangenem Jahr Demenzfreundliche Trauerrednerin und begleite gerne Familien in dieser herausfordernden Situation.

Selbst wenn es Aufwand kostet und Kompromisse erforderlich sein sollten - das ist es wert.

Wusstest Du, dass Trauerredner nicht gleich Trauerredner ist?Und damit meine ich nicht nur Persönlichkeit oder Redestil ...
30/07/2025

Wusstest Du, dass Trauerredner nicht gleich Trauerredner ist?

Und damit meine ich nicht nur Persönlichkeit oder Redestil – sondern die Art zu arbeiten.

Ein Bestatter hat mir gestern erzählt: „Die meisten Redner erzählen doch bei jeder Feier dasselbe. Man kann den Text fast mitsprechen.“ Und wie wohltuend es im Gegensatz dazu sei, wenn eine Rede wirklich individuell ist – selbst für ihn als Außenstehender.

Mich macht das betroffen, denn ich glaube: Diese Praxis schadet unserer ganzen Berufssparte. Dabei kenne ich viele Kolleginnen und Kollegen, die wirklich ihr ganzes Herzblut in ihre Reden stecken.

Es ist immer noch viel zu wenig bekannt, dass ein Abschied auch zu 100 % individuell und gleichzeitig professionell sein kann, auf den Menschen zugeschnitten und sprachlich so nah wie möglich an dem, was war. Und dass es nicht egal ist, wen man wählt.

Wenn ich einen geliebten Menschen verliere, will ich da wirklich einen Text hören, der schon bei 300 anderen Beerdigungen gesprochen wurde?

Ich will niemandem vorschreiben, wie Abschied geht. Es gibt vielleicht auch Situationen, da entscheidet man sich ganz bewusst für eine Standardrede aus der Konserve. Aber nicht, wenn dieses eine Leben eine eigene Stimme verdient.
Denn nichts ist so kraftvoll und heilend und tröstlich, als das Kaleidoskop eines Lebens noch einmal innerlich vor sich sehen zu können. Mit allen Facetten, auch wenn manches ambivalent gewesen sein mag.

Eine gute Rede und ein würdiger Abschied können mithelfen, die Trauer besser zu verarbeiten, manchmal sogar mit einem Funken mehr Verständnis und Liebe im Gepäck.

Wie siehst Du das: wann, glaubst Du, ist eine Konserve die bessere Wahl?

TRAUERFEIER
TRAUERREDNER
ABSCHIED NEHMEN
INDIVIDUELL UND PERSÖNLICH
TRAUERKULTUR

Lebensübergänge sind mein beruflicher Fokus. Sie bedeuten immer, dass sich die Rollen verändern, die ein Mensch in seine...
18/07/2025

Lebensübergänge sind mein beruflicher Fokus. Sie bedeuten immer, dass sich die Rollen verändern, die ein Mensch in seinem Leben trägt oder annimmt.

Rollen sind Aufgaben oder Positionen, die im Außen eng mit unserem gesellschaftlichen und familiären System verwoben sind. Und so bin ich vielleicht Mutter, Vater, Sohn oder Ehemann, Enkelin, Partner, Fußballerin, Angestellter, Geschäftsführerin, Hundepapa oder Solo-Selbständige.

Die Veränderung der Rollen bringt immer Herausforderungen mit sich – manche erwarten wir freudig und begrüßen sie sehr.

Doch am schwierigsten wird es meist, wenn wir eine Rolle aufgeben müssen. Wenn wir dazu gezwungen sind. Wenn das Leben uns diese Rolle vielleicht sogar entreißt – durch den Tod, durch eine Kündigung oder eine Trennung. Und auch das ist ambivalent: Manchmal mögen wir erleichtert sein. Doch sehr, sehr oft bedeutet das Aufgeben oder Wegfallen einer Rolle tiefste Trauer.

Das ist nicht banal.
Sondern zutiefst menschlich – und existenziell.

Mit unseren Aufgaben verbinden wir oft unseren Sinn im Leben.

Viele Menschen verlieren sich, wenn sie eine zentrale Position verlieren: als Mutter, als Partner, als Berufstätiger oder als „Pfeiler“ in einem System. Menschen, die in der Mitte ihres Lebens, beim Verlust ihrer Arbeit, beim Eintritt in die Rente oder beim Auszug der Kinder in ein so tiefes Loch rutschen, dass sie da zeitlebens nicht mehr herausfinden.

Denn Rollen geben Halt, Struktur. Sie sind wie Leitplanken.
Sie schenken uns Anerkennung und eine Resonanzfläche, in der wir uns gesehen, vielleicht auch verstanden fühlen.

Bei ihrem Verlust geraten wir leicht in eine handfeste Lebenskrise. Und manche von uns – tauchen nie wieder auf.
Nach außen zeigt sich das dann oft als schwere Depression, als Suchterkrankung oder als tiefe, chronische Unzufriedenheit, die alle im System trifft.

Das ist kein individuelles Versagen.
Und es wird durch ein gesellschaftliches Tabu noch verstärkt.

Wir sprechen zu wenig darüber, wenn das „Was-mache-ich?“ uns nicht mehr trägt, und wenn das „Wer-bin-ich?“ noch keine Antwort kennt.

Es ist auch ein Symptom:
Ein Symptom dafür, dass wir das wahre Leben und unsere Identität in unsere Rollen verlagert haben, statt in unsere eigene Integrität und Würde.

Und weil die Mehrheit von uns ähnlich denkt und fühlt, glauben wir, dass der Wegfall einer Rolle unseren Selbstwert beschädigt.

Doch das, was bleibt, wenn ich alle Rollen abstreife, ist eben nicht – nichts.

Was bleibt, bin ich selbst. Als Mensch, mit meiner Würde und meinem inneren Wert, auch ohne äußere Bestätigung.
Ich als der Mensch, wie er gemeint war,
der von innen heraus in aller Einfachheit sein Leben lebt.

Wir dürfen – und müssen – um den Verlust unserer Rollen trauern.
Wütend sein. Mit dem Leben hadern. Und ich weiß: Es gibt Übergänge, die sind keine neuen Wege, sondern tiefe Abgründe. Dann braucht es keine schnellen Antworten, sondern Begleitung, und einen Raum, in dem alles sein darf.

Und doch bin ich überzeugt:
Eine Veränderung der Rollen ist immer auch ein neuer Ruf an uns.
Ein Ruf, unseren Sinn im Leben neu zu definieren. Vielleicht sogar dem wahren Sinn unseres Lebens auf die Spur zu kommen, der sich nie allein in Aufgaben definieren kann, sondern tiefer greifen muss.

Vielleicht nicht heute, sofort, gleich, wenn alles akut ist. Doch auf unserem Weg durchs Leben – ganz bestimmt.

Vielleicht müssen wir lernen, dass wir unsere Werte auch auf anderen Wegen leben können. Und dass eine Rolle allein zumindest nicht dauerhaft 80 % meines Lebens ausfüllen darf. Denn dann entsteht ein Ungleichgewicht, das alles ins Wanken bringt, wenn diese Aufgabe plötzlich wegfällt.

Gleich, ob das eine Karriere ist, der Sport, ein Partner oder Kinder, die aus dem Haus gehen.

Lasst uns darüber sprechen, dass es mehr als okay ist, eine Karriere nicht mehr weiter zu verfolgen.
Dass es Teil eines erfüllten Lebens ist, neu anzufangen und Brüche im Leben zu erfahren.
Und dass es nicht nur okay ist – sondern lebenswichtig, sich immer wieder selbst neu zu finden.

Zweisprachige Trauung? Yes, please. 🥰In wenigen Stunden wird es wieder international, bilingual und ganz sicher wundersc...
05/07/2025

Zweisprachige Trauung? Yes, please. 🥰

In wenigen Stunden wird es wieder international, bilingual und ganz sicher wunderschön.

Auch kürzlich durfte ich eine Trauung begleiten, bei der zwei Kulturen zusammenkamen. Im Rückblick hätte ich das Paar stärker ermutigen sollen, sich auf eine voll zweisprachige Zeremonie einzulassen.
Denn was passierte?
Die englischsprachigen Gäste baten hinterher um das Redemanuskript.
Sie wollten verstehen, warum alle lachten und weinten.

Seit Jahren arbeite ich mit einem eigenen Konzept für zweisprachige Trauungen. Es verbindet nicht nur Deutsch und eine andere Sprache, sondern auch die Stimmungen, Rhythmen und Kulturen. So dürfen sich alle gleichwertig gesehen fühlen.

Wie gut das funktioniert, zeigt dieses Feedback von K & T:

„Liebe Alexandra,
vielen Dank nochmal für die sehr sehr schöne Trauung! Du hast unsere Erwartungen mehr als übertroffen. Auch unsere Gäste – vor allem jene, die nur eine Sprache sprechen – waren fasziniert, dass sie dir zu 100 % folgen konnten. Die Zeremonie war zu keiner Sekunde langweilig.
Für uns war dieser Tag einfach perfekt!“

Wenn zwei Herzen in zwei Sprachen schlagen, denken, fühlen, dann darf auch die Zeremonie beides zum Klingen bringen.

Das Foto ist - wieder einmal - von Dir, liebes ❤️

Was ist eigentlich ein fairer Preis?Das ist eine sehr persönliche Meinung, doch wir scheinen in einer Welt der Extreme z...
05/06/2025

Was ist eigentlich ein fairer Preis?

Das ist eine sehr persönliche Meinung, doch wir scheinen in einer Welt der Extreme zu leben.

Mich lassen die vielen Anzeigen aus der Hochzeits- und Coaching-Branche, wie der Gewinn sechsstellig wird, wie man an „Premium-Kunden“ kommt, wie man zum „Hochpreis-Dienstleister“ wird oder 1000 € in drei Stunden an einem Wochenende verdient – ein bisschen ratlos zurück.

Und auch die Kehrseite: Wenn diese so wertvolle Dienstleistung unter Wert verkauft wird. Durch Dumping-Anbieter, die Fuß fassen wollen und sich damit oft selbst die Chance nehmen, über ein Teilzeitmodell hinaus wirklich in diesem Beruf anzukommen.

Ich will nicht moralisieren. Ich habe auch ein Honorar, das ich für fair halte.

Doch was bitte soll „Premium“ bedeuten, wenn es um Menschen geht?

Und wie sehr lassen wir uns da von einem materiellen Weltbild mitreißen?

Ich glaube an Sinn, Werte und an Schwellen, die gewürdigt werden wollen. Und an Mitgefühl, Würde und Wertschätzung, auch in schwierigen Momenten.

Deshalb gestalte ich Zeremonien von hoher Qualität – aber ohne Hochpreis-Versprechen und ohne künstliche Verknappung. Denn ich verstehe mich weder als Produkt noch als Business.

Es ist wie gesagt nur meine Haltung – es gibt viele Wege, seinen Beruf zu leben.

Meine Arbeit darf diese Welt hoffentlich auch ein bisschen reicher machen.
Als ein Mensch, der für andere da ist, damit sie sich gesehen, gewürdigt und erkannt fühlen dürfen.

Wie seht Ihr das? Was ist für Euch „fair“, bei einer Dienstleistung, die Nähe, Vertrauen und Herz braucht?

Das Bild ist aus meiner persönlichen Bilder-Schatzkiste von der Trauung von S&S 🥰 im Garten des wunderschönen Schloss Lautrach, eingefangen von .allgaeu

Ich freue mich immer über Feedback. Gerade auch besonders, wenn es so wertschätzend und treffend beschreibt, wie ich arb...
27/05/2025

Ich freue mich immer über Feedback.
Gerade auch besonders, wenn es so wertschätzend und treffend beschreibt, wie ich arbeite.

Danke von Herzen und für die Mühe, mir diese Worte zu schenken! 💌

Ich habe kürzlich gehört, dass die Ansicht bestehe, eine gute Trauung sei nie kürzer als eine Stunde. Ich lese von Reden...
21/05/2025

Ich habe kürzlich gehört, dass die Ansicht bestehe, eine gute Trauung sei nie kürzer als eine Stunde.
Ich lese von Reden mit über 4000 Worten,
und anderswo habe eine freie Trauung fast 2 Stunden gedauert.

So schön die Worte auch sein mögen, so viel Herzblut und Arbeit in diesen Vorbereitungen steckt - es gibt ein Übermaß, das es für Zuhörende unerträglich macht.

Wenn es heißt, in der Kürze liege die Würze, dann ist das mehr als nur ein Spruch.
Es ist empirisch belegt, dass die Aufmerksamkeitsspanne nach 15 Minuten bei Zuhörenden deutlich nachlässt.

Diesen Anspruch sollten wir auch an eine gute Rede haben. Sie sollte Struktur haben, einen roten Faden, sie sollte in die Tiefe führen und in die Weite, und nicht unbedingt in die Länge.

Ich weiß, wie schwer es vielen Kolleginnen und Kollegen fällt, sich kürzer zu fassen, vor allem aus Sorge, etwas Wesentliches zu vergessen.

Doch wenn eine Rede als Manifest für die Essenz eines Paares oder eines Menschen verstanden wird – getragen durch Werte und Dynamiken, durch innere Beweggründe, durch Persönlichkeit und Haltung – dann ist sie inhaltlich tief, ohne auf jedes einzelne Detail eingehen zu müssen.

Denn Form ist nur der Ausdruck von Inhalt, nicht seine Auflistung.

Die schönsten Augenblicke in Deinem Leben, das waren doch auch oft nur Minuten oder gar Sekunden? Ein Moment, der sich zeitlos anfühlte.

Das besondere eines Moments lässt sich nicht ins Unendliche ausdehnen. Irgendwann löst sich dieser Moment auf, um dann als Schatz in unseren Erinnerungen weiterleben zu dürfen.

Eine Rede am Stück sollte deshalb nicht mehr 15-20 Minuten betragen. Und sie sollte eingebettet sein in einen zeremoniellen Rahmen, der Raum zum Nachwirken und Atmen lässt.

Damit ist die Aufmerksamkeitsspanne von uns Menschen ausgereizt, und man hätte vielleicht auch gerne noch mehr...

Doch das ist der perfekte Moment, um aufzuhören. Eine kürzere Zeremonie kann all die Seelentiefe haben, ohne dass das Geringste fehlt.

Das Bild stammt von der ersten Trauung dieses Jahr im März und wurde von .fotografie eingefangen.💕

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