12/02/2026
„Rund 23 Prozent der Unternehmen planen bereits, Produktion ins Ausland zu verlagern, oder haben bereits mit der Umsetzung begonnen. Das ist die beginnende Erosion unserer industriellen Basis.“
Thomas Reith, Vorsitzender des Verband der Chemischen Industrie Baden-Württemberg (VCI BW), beschrieb mit diesen deutlichen Worten die anhaltend dramatische Lage der chemisch-pharmazeutischen Industrie.
Er erneuerte den Appell der Branche an die Politik: Vor allem bei der Energieversorgung und beim Bürokratieabbau brauche es endlich spürbare Entlastungen für die Unternehmen.
Vorgestellt wurden die aktuellen Zahlen heute bei der Medienkonferenz der Verbände der Chemie- und Pharmaindustrie im Steigenberger Graf Zeppelin in Stuttgart – mit guter Resonanz seitens der Presse.
Fünf Jahre Stillstand:
Auch 2025 stagniert die Produktion der Branche in Baden-Württemberg – mit gerade einmal 0,5 Prozent bleibt sie auf niedrigem Niveau.
Die Auftragseingänge entwickeln sich zwar leicht positiv, liegen aber weiterhin deutlich unter dem Vorkrisenniveau.
Unterm Strich bleibt die Geschäftslage kritisch – eine echte Trendwende ist bislang nicht in Sicht.
Bild: (v.l.n.r.) Dr. Julia Roolf, agvChemie, Patrick Krauth, Vorstandsvorsitzender agvChemie, Thomas Reith, Vorstandsvorsitzender VCI BW, Daniel Cornicius, VCI BW.
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