Design by Torsten Müller

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Design by Torsten Müller "Lifestyle für die Sinne"
Consulting, Designer & Speaker

2006 wurde sein Atelier in Bad Honnef von dem Magazin “SCHÖNER WOHNEN” als Top-Badstudio prämiert, inzwischen setzt er europaweit Maßstäbe im SPA- und Raumdesign: Torsten Müller zählt zur deutschen Elite. Neben seiner Tätigkeit als Designer hält Torsten Müller Fachvorträge in den Bereichen Innenarchitektur, Design und Spa und ist als Berater für Internationale Hersteller und Handwerksbetriebe tätig. Die “Welt am Sonntag” zählte ihn zur Top 30 der deutschen Baddesigner. 2011 nannte die “Frankfurter Rundschau” den Designer unter den europäischen Top-Adressen der Ritualarchitektur. Die “Bad Honnefer Zeitung” und das Magazin “Das Bad” bezeichneten seine Bad-Designs und Licht-Konzepte als zukunftsweisend. Trotz aller Auszeichnungen ist Torsten Müller stehts auf Augenhöhe mit seinen Kunden und verliert sein Ziel “Raumkonzepte für die Sinne” nie aus den Augen

Ich hab jahrelang Räume für Ruhe geplant und selbst nicht gewusst, wie ich runterkommen soll.Irgendwann abends saß ich d...
25/10/2026

Ich hab jahrelang Räume für Ruhe geplant und selbst nicht gewusst, wie ich runterkommen soll.

Irgendwann abends saß ich da und hab nach Entspannungstechniken gegoogelt. Ich, der Typ, der beruflich Wellness-Räume entwirft.

Ich kannte die Theorie. Licht, Wasser, Material, Proportion. Alles davon.

Geholfen hat mir davon erstmal keins.

Was sich dann verändert hat, war kein Konzept. Ein Abend, warmes Wasser, gedimmtes Licht, und zum ersten Mal seit Wochen wurde mein Kopf still. Ich weiß nicht genau, was an diesem Abend anders war.

Seitdem fange ich Gespräche über meine Arbeit anders an.

Wenn ich heute etwas über Räume sage, beginne ich mit dem, was ich selbst gespürt habe. Fachwissen kommt danach.

Eine erlebte Erfahrung ist überprüfbar. Der Zuhörer kann sie an sich selbst abgleichen.

Ich kann dir erklären, warum ein Raum beruhigt. Dein Körper merkt es in zwei Minuten selbst.

Und wenn ich ehrlich bin: In 25 Jahren haben mich nicht Argumente überzeugt. Sondern die Momente, in denen sich mein eigener Zustand verschoben hat.

Wann hat dich zuletzt ein Raum ruhiger gemacht, nicht weil er gut aussah, sondern weil er sich richtig angefühlt hat?

Je weniger Projekte er annahm, desto mehr blieb von jedem übrig.Klingt falsch. War aber die einzige Entscheidung, die wi...
24/10/2026

Je weniger Projekte er annahm, desto mehr blieb von jedem übrig.

Klingt falsch. War aber die einzige Entscheidung, die wirklich was verändert hat.

Der Einwand kommt trotzdem: weniger Projekte heißt weniger Leistung. Warum das Ganze.

Er hat Räume geplant, in denen technisch alles stimmte. Material, Proportion, Licht, alles da. Und trotzdem berührte nichts, wenn man eintrat.

Das war kein Materialproblem.

Seitdem beobachtet er länger, bevor er zeichnet. Wie jemand einen Raum betritt. Wo die Schultern fallen. Was nicht ausgesprochen wird, aber spürbar bleibt.

Das Lernen hat bei ihm nie aufgehört. Ausbildung und Arbeit sind für ihn längst dasselbe, irgendwann hat er aufgehört, zwischen beiden zu unterscheiden.

Wer bei ihm anfragt, kauft keine Kapazität. Er bekommt Aufmerksamkeit. Echte, ungeteilte Aufmerksamkeit auf einen einzigen Raum und den Menschen darin.

Wann hat dich ein Raum zuletzt ruhiger gemacht, ohne dass du wusstest, warum?

Ich sah aus wie Karl Lagerfeld. In der Hand ein knallpinker Fächer.Hochzeit, 44 Grad, und ich hab mir damit die ganze Ze...
23/10/2026

Ich sah aus wie Karl Lagerfeld. In der Hand ein knallpinker Fächer.

Hochzeit, 44 Grad, und ich hab mir damit die ganze Zeit Luft zugefächelt.

Mit der makellosen Erscheinung war's dann vorbei.

Mir war in dem Moment wichtiger, dass ich's im Anzug noch aushalte.

Dann kommt der Fächer eben mit aufs Bild.

Bei Räumen beschäftigt mich ehrlich gesagt dieselbe Frage, nämlich was unter echten Bedingungen hält.

Das Budget ist begrenzt, der Kunde hat seine Wünsche und am Ende muss ein Handwerker meine Zeichnung bauen können.

Da wird's konkret.

Wenn ich für einen größeren Waschtisch Bewegungsfläche opfere, muss ich dem Kunden sagen, was das jeden Morgen heißt.

Diese Entscheidung gehört für mich zum Handwerk, so wie eine saubere Fuge. Eigentlich sogar mehr, die spürt man jeden Tag.

Unter dem Druck präzise bleiben heißt für mich, einen Kompromiss zu wählen, den ich später noch vertreten kann.

Wo würdest du bei deinem Raum ein perfektes Bild aufgeben, damit du dich darin wohler fühlst?

Ich erkläre Fliesenlegern fast nie, wie man Fliesen verlegt.Dafür sind sie da. Das beherrschen sie.Ich erkläre ihnen, wa...
23/10/2026

Ich erkläre Fliesenlegern fast nie, wie man Fliesen verlegt.

Dafür sind sie da. Das beherrschen sie.

Ich erkläre ihnen, was der Raum später auslösen soll. Wer dort morgens steht. Warum diese Person Stille braucht und keine Unruhe.

Das klingt nach einem weichen Gespräch am Rand. Ist es nicht.

Ein Fliesenleger, der begreift, dass er Stille baut, prüft das Fugenbild ein zweites Mal. Fragt nach, bevor er schneidet. Nicht weil ich es sage. Weil er jetzt weiß, wofür.

Die Technik war vorher schon da.

Was gefehlt hat, war das Verständnis dafür, was die fertige Arbeit im Menschen auslöst, der sie jeden Morgen betritt.

Ich hatte Projekte, bei denen teures Material verbaut wurde und der Raum trotzdem nicht zur Ruhe kam. Meistens genau deshalb.

Deshalb beginnt bei mir jede Baustelle mit diesem Gespräch. Vor dem ersten Schnitt.

Was löst deine Arbeit in dem Menschen aus, der sie jeden Tag benutzt?

Ein Badezimmer muss keinem bestimmten Stil entsprechen.Auch wenn Japandi, Wabi-Sabi oder Organic Modern auf Fotos hervor...
22/10/2026

Ein Badezimmer muss keinem bestimmten Stil entsprechen.

Auch wenn Japandi, Wabi-Sabi oder Organic Modern auf Fotos hervorragend aussehen.

Oft beginnt ein erstes Gespräch mit einem Foto aus einem Magazin.

Das verstehe ich gut, die Räume darauf sind schön.

Was mich an solchen Artikeln stört, ist die Reihenfolge: Erst kommt der Stil, dann soll sich der Mensch darin wiederfinden.

Ein Stil beschreibt, wie ein Raum aussieht, und mehr leistet er auch nicht.

Deshalb arbeite ich genau umgekehrt.

Bevor wir über Material reden, frage ich, was den Menschen an dem Bild berührt hat.

Die Antwort hat oft wenig mit Holz oder Stein zu tun. Gemeint ist ein Raum, in dem er runterkommt.

Vielleicht sucht dieser Mensch gar keinen Japandi-Stil. Vielleicht sucht er einfach Ruhe, und dafür braucht er keinen japanischen Namen.

Was suchst Du in Deinem Bad, wenn Du den Stilnamen mal weglässt?

Die teuersten Bäder, die ich betrete, machen kaum jemanden ruhig.Naturstein, Designer-Armaturen, alles da. Und ich will ...
22/10/2026

Die teuersten Bäder, die ich betrete, machen kaum jemanden ruhig.

Naturstein, Designer-Armaturen, alles da. Und ich will trotzdem gleich wieder raus.

Quiet Luxury steht gerade ständig in der Designpresse. Was das in einem Raum heißt, lese ich dort fast nie.

Ich verstehe darunter eine Haltung, genauer gesagt eine Reihenfolge. Gedeckte Farben ergeben sich dann oft von selbst.

Lange hab ich selbst mit Material und Budget geplant. Irgendwann hab ich gemerkt, dass die Bauherren im fertigen Bad davon wenig spüren.

Also fange ich bei der Frage an, wie sich ein Mensch darin fühlen soll.

Material und Technik kommen danach. Ziemlich weit danach, ehrlich gesagt.

Beim Licht heißt das: Am Waschplatz siehst Du gut, in der Wanne blendet Dich nichts.

Die Armatur verstehst Du ohne Nachdenken. Das Handtuch hängt da, wo Deine Hand sowieso hingreift.

Klingt banal, ist es auch ein bisschen. Dein Körper merkt trotzdem jeden Handgriff, der nicht sitzt.

Der Wow-Moment beim Reinkommen ist ein kurzer Reiz, zählt schon auch. Ruhe muss in der Struktur stecken, Du benutzt das Bad ja jeden Tag.

Wo kämpfst Du in Deinem Bad jeden Morgen mit einer Kleinigkeit, ohne es noch zu merken?

Gestern war meine Website nicht erreichbar.Ich konnte nichts tun. Ich, der bei Bad, Private Spa und Interior jeden Milli...
22/10/2026

Gestern war meine Website nicht erreichbar.
Ich konnte nichts tun. Ich, der bei Bad, Private Spa und Interior jeden Millimeter selbst plant.

In meinen Projekten prüfe ich jeden Übergang und stimme das Licht auf den Naturstein ab, manchmal zwei, dreimal.

Da greif ich selbst ein.

Bei der Website konnte ich nur warten. Bis irgendwer, den ich nicht mal kenne, den Server wieder zum Laufen bringt.

So eine Abhängigkeit gehört zu meinem Außenauftritt einfach dazu.
Und weil ich bei meiner eigenen Arbeit so genau hinschaue, fällt sie mir wohl besonders auf.

Wer sich meine Projekte ansehen wollte, kam erstmal nicht weiter.

Das nehm ich ernst. Bauträger und Hoteliers schauen sich meine Arbeit oft an, bevor wir überhaupt telefonieren.

Im Projekt selbst merken sie dann, wie ich plane und ob ich Absprachen einhalte.

Darauf verlassen sie sich auch an einem Morgen, an dem die Website weg ist. Glaub ich zumindest.

Woran merken Deine Kunden, dass sie sich auf Dich verlassen können, wenn Deine Website mal nicht da ist?

Ein Bauherr, Budget weit oben, sagte letzte Woche etwas, das mich beschäftigt.Keine App. Kein Licht mit zwölf Szenen. Er...
21/10/2026

Ein Bauherr, Budget weit oben, sagte letzte Woche etwas, das mich beschäftigt.

Keine App. Kein Licht mit zwölf Szenen. Er wollte einen Raum, der ihn in Ruhe lässt.

Ich höre das gerade öfter. Und ich finde es ehrlicher als fast alles, was ich davor gehört habe.

Vor Jahren stand ich in einem Bad, technisch makellos, sehr viel investiert. Alles funktionierte. Ich habe nichts gespürt.

Seitdem stelle ich bei jedem Element eine einzige Frage: Würde es genauso gewählt, wenn niemand es je sähe?

Was die Antwort nicht übersteht, kommt nicht rein.

Was ich gerade baue, hat wenige Elemente. Dafür mit einer Präzision gesetzt, die wirklich Zeit kostet. Die Technik arbeitet im Hintergrund, ohne sich zu melden.

Die Bauherren, die das anfragen, bauen für ihren eigenen Zustand. Für das, was der Raum in ihnen auslöst, morgens um sechs, wenn niemand zuschaut.

Das ist keine Prognose. Das sind laufende Projekte.

Wie würdest du deinen Raum planen, wenn ihn nie jemand sehen würde außer dir?

Er hat meine Mutter beleidigt, wegen meinem Reel über ein Bad.Und in einem Punkt hat er vielleicht recht.Es ging um eine...
21/10/2026

Er hat meine Mutter beleidigt, wegen meinem Reel über ein Bad.

Und in einem Punkt hat er vielleicht recht.

Es ging um eine Badarchitektur von mir, erschienen im Bad-Magazin. Die 3D-Artistin hab ich im Reel mit erwähnt, mit Namen.

Gerechnet hatte ich mit ein paar Herzchen drunter. Kam dann diese Nachricht.

Einen Vorwurf daraus nehm ich trotzdem ernst.

Er meint, ich hätte die 3D-Artistin öffentlich vorgeführt. Ausgerechnet die, deren Arbeit ich zeigen wollte.

Wenn sich jemand durch mein Reel runtergemacht fühlt, will ich wissen, woran das liegt. Am Text, am Schnitt oder an meinem Ton, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht.

Also hab ich die Nachricht erst mal in zwei Haufen sortiert. Über die Stelle im Reel kann man reden.

Auf die Beleidigungen gegen mich und meine Mutter geh ich nicht ein.

Wer öffentlich arbeitet, kriegt so was öfter, Kritik und Beleidigung im selben Absatz, manchmal im selben Satz.

Ein paar Kollegen schlucken dann einfach alles runter, andere blocken komplett. Dann ist halt auch der Teil weg, der vielleicht stimmt.

Kritik an meiner Arbeit muss ich aushalten. An meinem Auftreten auch, das fällt mir schwerer.

Dazu gehört, mein eigenes Reel genauso streng zu prüfen wie seine Nachricht. Macht keinen Spaß.

So kann ich mit ihm über die eine Stelle im Reel streiten, sachlich. Der Rest bleibt in der Nachricht.

Wie trennst Du bei so einer Nachricht das, was stimmt, von dem, was nur verletzen soll?

Ich betrete einen Raum. Die ersten 30 Sekunden sage ich nichts, weil der Körper schon längst angefangen hat zu messen.Ma...
21/10/2026

Ich betrete einen Raum. Die ersten 30 Sekunden sage ich nichts, weil der Körper schon längst angefangen hat zu messen.

Materialien sehe ich anfangs kaum wirklich. Der Blick geht woanders hin, ohne dass ich ihn schicke.

Wo sammelt sich das Licht.
Wo wird es still.
Wohin zieht mich der Körper. Und wo will er weg.

Das klingt seltsam, ich weiß.

Aber der Körper misst schneller, als der Kopf aufgeholt hat. 25 Jahre Beobachtung, zusammengefaltet in etwa 30 Sekunden. Was da entsteht, ist kein Bauchgefühl. Es ist komprimierte Erfahrung.

Danach fange ich an, das aufzufalten. In ganz konkrete Fragen.

Warum bleibt diese Ecke leer, obwohl sie hell ist.
Warum wird es an dieser Schwelle unruhig.
Was fehlt, damit die Stille trägt und nicht drückt.

Und fast immer steckt die Antwort irgendwo im Baulichen. Manchmal eine Achse, manchmal nur der falsche Abstand.

Das Gefühl war zuerst da. Die Analyse findet heraus, warum.

Wann hat dir ein Raum zuletzt etwas mitgeteilt, bevor du verstanden hast, was?

Adresse

Kirchstrasse 3 A
Bad Honnef Am Rhein
53604

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Montag 10:00 - 18:30
Dienstag 10:00 - 18:30
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