25/10/2026
Ich hab jahrelang Räume für Ruhe geplant und selbst nicht gewusst, wie ich runterkommen soll.
Irgendwann abends saß ich da und hab nach Entspannungstechniken gegoogelt. Ich, der Typ, der beruflich Wellness-Räume entwirft.
Ich kannte die Theorie. Licht, Wasser, Material, Proportion. Alles davon.
Geholfen hat mir davon erstmal keins.
Was sich dann verändert hat, war kein Konzept. Ein Abend, warmes Wasser, gedimmtes Licht, und zum ersten Mal seit Wochen wurde mein Kopf still. Ich weiß nicht genau, was an diesem Abend anders war.
Seitdem fange ich Gespräche über meine Arbeit anders an.
Wenn ich heute etwas über Räume sage, beginne ich mit dem, was ich selbst gespürt habe. Fachwissen kommt danach.
Eine erlebte Erfahrung ist überprüfbar. Der Zuhörer kann sie an sich selbst abgleichen.
Ich kann dir erklären, warum ein Raum beruhigt. Dein Körper merkt es in zwei Minuten selbst.
Und wenn ich ehrlich bin: In 25 Jahren haben mich nicht Argumente überzeugt. Sondern die Momente, in denen sich mein eigener Zustand verschoben hat.
Wann hat dich zuletzt ein Raum ruhiger gemacht, nicht weil er gut aussah, sondern weil er sich richtig angefühlt hat?