22/08/2026
Der Zusammenhang zwischen Darm und Haut wird häufig als Darm-Haut-Achse bezeichnet. Beide Organe stehen über das Immunsystem, Stoffwechselprodukte und Entzündungsprozesse miteinander in Verbindung.
Wichtige Verbindungen:
Darmmikrobiom und Hautmikrobiom:
Die vielen Bakterien im Darm beeinflussen die Immunregulation. Ein ausgeglichenes Darmmikrobiom kann helfen, Entzündungsreaktionen im Körper zu kontrollieren.
Entzündungen:
Bei einer gestörten Darmbarriere („durchlässiger Darm“/erhöhte Darmpermeabilität) können vermehrt Entzündungsbotenstoffe entstehen. Diese können bei manchen Menschen Hautprobleme begünstigen.
Immunsystem:
Ein großer Teil des Immunsystems sitzt im Darm. Veränderungen im Darm können die Reaktionsweise des Immunsystems beeinflussen und sich unter Umständen an der Haut zeigen.
Nährstoffversorgung:
Der Darm entscheidet mit, wie gut bestimmte Nährstoffe aufgenommen werden, die für die Haut wichtig sind (z. B. Zink, bestimmte Vitamine, essenzielle Fettsäuren).
Mögliche Hauterscheinungen, bei denen der Darm eine Rolle spielen kann:
Akne
Rosazea (Rötungen, entzündliche Haut)
Neurodermitis/atopische Dermatitis
trockene, empfindliche Haut
manche Formen von Ekzemen
Was den Darm und damit indirekt die Haut unterstützen kann:
ballaststoffreiche Ernährung (Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn)
vielfältige pflanzliche Lebensmittel (fördert Darmbakterienvielfalt)
ausreichend Eiweiß und gesunde Fette
wenig stark verarbeitete Lebensmittel und übermäßiger Zucker
ausreichend Schlaf und Stressreduktion
vorsichtiger Umgang mit unnötigen Antibiotika
Wichtig: Nicht jede Hauterkrankung hat ihre Ursache im Darm. Hautprobleme können auch durch Hormone, Genetik, Pflegeprodukte, Allergien oder andere Faktoren entstehen.
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