24/07/2026
Eichenprozessionsspinner - Gefahr im Spätsommer?
Hier eine kleine Übersicht über den Lebenszyklus des unscheinbaren Nachtfalters:
April-Mai (mit dem Blattaustrieb der Eichen): Die Larven des Eichenprozessionsspinners schlüpfen und durchlaufen ab dann mehrere Entwicklungsstadien. 🐛
Mai-Juni: Die gesundheitsschädlichen Brennhaare werden gebildet und die Raupen bauen die typischen Gespinstnester, in denen sie sich tagsüber zurückziehen und später auch verpuppen. 😷
Juli-August: Die unscheinbaren, bis zu 3cm großen Nachtfalter fliegen aus, paaren sich und die Weibchen legen die Eier ab. Dabei überleben die Falter nur wenige Tage. 🦋
Die größte Gefahr, die von den herumfliegenden Brennhaaren ausgeht, besteht ab der Bildung der Brennhaare im Mai/Juni. In diesem Zeitraum steigt die Anzahl der Brennhaare in der Umgebung besonders, da sich die Tiere in dieser Zeit viel bewegen, um zu fressen. Aber auch zu späterer Zeit kann von den Nestern eine Gefahr für Menschen ausgehen, da die Brennhaare über lange Zeit stabil bleiben (bis zu mehreren Jahren!). Also, ja! Auch im Spätsommer ist eine erhöhte Achtung geboten! In der Nähe von befallenen Bäumen sollte man sich nicht aufhalten (auch nicht die Haustiere) und die Nester sollten gemeldet werden. Im Idealfall werden sie zügig und professionell und unter Einhaltung strenger Sicherheitsstandards entfernt. ☠️
Wir in der Baumpflege tragen eine besondere Verantwortung, unseren Beitrag zur Schadensbegrenzung beizutragen. Häufig sind es Baumpfleger, die die Nester erst einmal erkennen. Wir können aufklären, ohne zu dramatisieren und wir können bei Bedarf bekämpfen, und dabei die vorgesehenen Sicherheitsmaßnahmen ergreifen. 🌳