20/05/2026
‚Das Gehirn funktioniert anders‘ ist mir zu ungenau.
Ein neuer Begriff ist gefallen: Executive Dysfunction.
Und auf einmal haben Dinge Sinn gemacht, die mich im Alltag beschäftigen.
Dieses eine Kind, das lieber gar nichts isst, als sich selbst etwas zu machen.
Und ich merke, wie oft ich innerlich an diese Grenze komme:
„Das müsste doch eigentlich gehen.“
„Warum wird daraus so ein Kampf?“
„Warum blockiert etwas, das von aussen so simpel aussieht?“
Ich habe lange keine gute Antwort darauf gefunden.
Und genau das macht etwas mit mir, weil ich nicht gut darin bin, Dinge einfach stehen zu lassen, ohne sie zu verstehen.
„Das Gehirn funktioniert anders“ ist mir zu ungenau.
Ich will wissen, was konkret passiert.
Wo der Ursprung liegt.
Was da im Hintergrund wirklich abläuft.
Weil erst dann kann ich anfangen, anders zu Handeln.
Nicht nur zu reagieren, sondern zu verstehen, wie ich sinnvoll begleiten kann.
Und gestern hatte ich zum ersten Mal das Gefühl:
Da gibt es tatsächlich eine Struktur dahinter, die ich vorher nicht greifen konnte.
Nicht als Lösung.
Aber als Einordnung.
Und ich merke, wie viel Ruhe das bringt, wenn etwas, das vorher chaotisch wirkt, plötzlich einen Rahmen bekommt.
Und genau das ist auch der Grund, warum ich generell so arbeite:
Ich brauche Verständnis, das tief genug ist, um daraus Handlung zu machen.
Ich will es wissen. Ich will verstehen, um zu begleiten.
Wie gehst du damit um, wenn du den Ursprung nicht verstehst?
Verregneten Grüsse aus der Ostschweiz
Ramona