29/10/2026
Mir kommt es so vor als hätten wir den roten Faden verloren. Manchmal macht mich das unfassbar traurig. Wir wissen nicht mehr woraus unser Geschirr oder unsere Kleidung gemacht ist. Wir haben keine Ahnung, welches Wetter es war, als der Weizen für unser Brot geerntet wurde. Schien die Sonne oder war es bedeckt? War da Wind oder nur ein laues Lüftchen? Vielleicht wissen wir nicht einmal, dass das Brot, das wir essen, aus gemahlenem Korn besteht. Wir wissen nicht, wer den Samen in die Erde gegeben hat, damit später eine Tomate für die Sauce auf der Pizza zur Verfügung stand. Wir wissen nicht woraus unsere Häuser bestehen, woher unser Wasser kommt. Von so viel Wissen sind wir abgeschnitten. Wohin gehen wir, wenn wir einmal nicht mehr hier sind? Wo werden wir gehalten und getragen? Wer lernt uns, das Leben zu leben? Was es heisst lebendig zu sein?
Die Hände so oft wie möglich in der Erde zu haben, hilft, dieses abgeschnitten sein zu überwinden 🌱🙏🦋
Am 8. November besuchen wir zusammen den Fels des Loslassens (auch das verbindet), am 12. November findet die Veranstaltung Erdverbunden von der Gartenkooperative Region LI-WE statt, zu der ich ebenfalls als Referentin eingeladen bin und wo es unter anderem um diese Abgeschnittenheit gehen wird ✨🌱