01/06/2024
Ach herrje….. In gewissen Kreisen (DE) wird für gute finanzielle Ergebnisse auch auf Kosten der ganz Hilflosen gehandelt.
Kinder werden früher auf die Welt geholt, schwerstkranke Patientinnen länger beatmet, um Geld zu verdienen? Was undenkbar klingt, ist unter Insidern, Ärzten und Pflegepersonal längst bekannt.
Wenn ein Kind zu früh auf die Welt kommt, ist das häufig ein Notfall. Aus medizinischer Sicht sollten Krankenhäuser alles tun, um eine Frühgeburt zu vermeiden. Doch die oft schwierige Verlängerung der Schwangerschaft bringt den Kliniken kaum Geld ein - die Behandlung von Frühchen dagegen ist äußerst lukrativ. Je früher ein Kind zur Welt kommt und je weniger es wiegt, desto mehr Geld überweist die Krankenkasse dem Krankenhaus. Oft sind es mehr als 100.000 Euro – pro Kind. Auch auf der Intensivstation spielt Geld eine entscheidende Rolle: Betriebswirtschaftlich lohnt es sich für eine Klinik, Patienten möglichst lange zu beatmen, länger als es medizinisch sinnvoll wäre. Denn wenn eine bestimmte Zeitschwelle überschritten wird, gibt es deutlich mehr Geld.
Viel zu oft geht es im Krankenhaus nicht um das Wohl der Patient:innen, sondern um Geld. Besonders deutlich wird das in zwei Bereichen: bei der Behandlung von Frühgeborenen und schwer kranken Intensivpatienten.