18/09/2026
Auf dem Münchner Oktoberfest kommen dieses Jahr zum ersten Mal Batteriegroßspeicher des Unternehmens Tesvolt zum Einsatz, um Lastspitzen in Festzelten abzufangen und Stromausfälle zu verhindern.
Hintergrund und Problem
Im Vorjahr war es auf der Wiesn in einigen Festzelten (wie dem Löwenbräu-Zelt und der Pschorr-Bräurosl) zu Stromausfällen gekommen, weil der Strombedarf stark gestiegen war.
Grund für den enormen „Stromhunger“ sind unter anderem der Umstieg auf rein elektrische Küchen (u. a. bedingt durch strengere Abgasvorgaben und den Verzicht auf Gas) sowie leistungsstarke Heizstrahler für den Außenbereich, die zu Spitzenzeiten teils über 500 kW pro Zelt benötigten.
Die Rolle der Speicher
Die Trafostationen und das lokale Stromnetz vor Ort arbeiten während des Oktoberfestes am absoluten Limit.
Ein physischer Netzausbau wäre extrem aufwendig und unverhältnismäßig teuer. Daher wurden Tesvolt-Großspeicher (installiert vom Betrieb MP Elektrotechnik) parallel zur Niederspannungshauptverteilung in ausgewählten Zelten integriert.
Funktionsweise als „Peak-Shaver“
Die Speicher arbeiten als sogenannte Peak-Shaver – sie fangen Lastspitzen bei extremem Bedarf (zum Beispiel wenn viele Großgeräte und Heizstrahler gleichzeitig laufen) automatisch ab und entlasten so den Netzanschluss.
Droht eine Überlast, verschaffen die Speicher dem Betriebspersonal einen zeitlichen Puffer, um Großverbraucher gezielt herunterzuregeln, statt dass direkt das Licht ausgeht.