18/06/2026
Ältere Heizungsanlagen nach der Heizperiode abstellen was kann Passieren?
Das Abschalten älterer Heizungsanlagen nach der Heizperiode kann sowohl finanzielle Vorteile als auch technische Risiken mit sich bringen. Während das Deaktivieren Energiekosten spart, können bei älteren Modellen ohne regelmäßige Wartung oder spezielle Schutzfunktionen Schäden entstehen.
Wir beraten Sie gerne 0664/4565011
Mögliche Folgen beim Abschalten
• Energieeinsparung: Das komplette Ausschalten der Heizung (sofern sie nicht für Warmwasser benötigt wird) spart Brennstoff (Gas, Öl) und Strom für die Umwälzpumpe.
• Festsetzen von Pumpen: Bei älteren Anlagen fehlt oft ein automatischer Schutzlauf. Wenn die Umwälzpumpe über Monate stillsteht, können sich Kalk oder Schmutzpartikel ablagern, wodurch die Pumpe zu Beginn der nächsten Heizsaison blockiert.
• Korrosion und Ablagerungen: In abgeschalteten Systemen kann es verstärkt zu Korrosionsprozessen kommen, wenn Luft in das System gelangt oder das Wasser stagniert.
• Probleme bei der Warmwasserversorgung: Wenn die Zentralheizung auch für das Dusch- und Brauchwasser zuständig ist, darf sie nicht komplett ausgeschaltet werden. Stattdessen sollte der Sommerbetrieb gewählt werden.
• Verlust von Einstellungen: Bei sehr alten Steuerungen kann es passieren, dass nach einer kompletten Netztrennung (Sicherung aus) gespeicherte Parameter oder Uhrzeiten verloren gehen, wenn die Pufferbatterie leer ist.
Empfehlungen für den Sommerbetrieb
1. Sommer-Modus statt "Aus": Schalten Sie die Anlage bevorzugt in den Sommerbetrieb. Dabei wird nur die Heizkreispumpe deaktiviert, während die Warmwasserbereitung aktiv bleibt und Schutzfunktionen (wie der Pumpen-Kick) oft erhalten bleiben.
2. Thermostate voll aufdrehen: Drehen Sie die Heizkörperthermostate im Sommer auf Stufe 5. Dies entlastet die Ventilfeder und verhindert, dass das Ventil festklebt.
3. Wartung einplanen: Nutzen Sie die heizfreie Zeit für die jährliche Heizungswartung, um die Anlage optimal auf den nächsten Winter vorzubereiten.
4. Austauschpflicht prüfen: Beachten Sie, dass für viele Kessel, die älter als 30 Jahre sind, eine gesetzliche Austauschpflicht bestehen kann.
Wir beraten Sie gerne 0664/4565011
Wartung und Service von älteren Heizungsanlagen
Eine regelmäßige Wartung ist bei älteren Heizungsanlagen besonders kritisch, um die Lebensdauer zu verlängern, die Betriebssicherheit zu gewährleisten und unnötig hohe Brennstoffkosten durch Verschleiß zu vermeiden. Fachleute empfehlen für fossile Heizsysteme (Gas, Öl) ein jährliches Wartungsintervall, idealerweise im Spätsommer vor Beginn der neuen Heizperiode.
Umfang der Wartung
Eine fachgerechte Wartung durch einen Heizungsbaubetrieb umfasst in der Regel folgende Schritte:
• Reinigung: Säuberung des Brenners sowie der inneren Heizflächen des Kessels und des Wärmetauschers, um Ablagerungen zu entfernen.
• Prüfung & Messung: Kontrolle der Abgaswerte, Messung des Gasdrucks sowie Überprüfung der sicherheitstechnischen Einrichtungen und der Steuerung.
• Verschleißteile: Austausch von Kleinteilen wie Dichtungen, Filtern oder Düsen (Materialkosten oft separat).
• Systemcheck: Kontrolle des Wasserdrucks (ggf. Nachfüllen), Überprüfung des Ausdehnungsgefäßes und bei Ölheizungen eine Sichtprüfung des Öltanks.
• Zusatz-Tipp: Alle 5 bis 6 Jahre kann eine Spülung der Heizkörper sinnvoll sein, um Verstopfungen vorzubeugen.
Wir beraten Sie gerne 0664/4565011