04/10/2026
Auf der Baustelle des Projekts KJSÖ hat sich seit dem Start der Abbrucharbeiten einiges getan. Vier Monate stehen für den Umbau von mehr als 1.000 m² zur Verfügung. Ein ambitionierter Zeitplan, der vor allem die ausführenden Fachkräfte auf der Baustelle fordert.
Ein zentrales Thema war von Beginn an die Akustik. Die Mitarbeiter standen einem stärker geöffneten Bürokonzept zunächst kritisch gegenüber. Die Herausforderung bestand daher darin, die Vorteile einer offenen Arbeitslandschaft mit ausreichend Rückzugsmöglichkeiten zu verbinden.
Besprechungsräume und akustisch abgeschirmte Kojen wurden zu einem wichtigen Bestandteil des Entwurfs. Sie schaffen Orte für kurze Besprechungen, ermöglichen konzentriertes Arbeiten und sorgen für die notwendige akustische Trennung innerhalb des Großraumbüros. Unsere Bauphysikerin Kath-Morgan war bei der Entwicklung der erforderlichen Schallschutzmaßnahmen eine wichtige Unterstützung.
Mittlerweile hat die intensive Phase des Trockenbaus begonnen. Die speziellen Hartgipsplatten sind bereits montiert und die geplante Raumstruktur wird zunehmend sichtbar.
Nicht alles aus dem Bestand konnte weiterverwendet werden. Aufgrund von Asbestverunreinigungen mussten bestehende Materialien ausgebaut und konnten nicht wieder- oder weiterverwendet werden. Eine der vielen Herausforderungen, die ein Bauen im Bestand mit sich bringt: Zwischen vorhandener Substanz, technischen Anforderungen, Bauphysik und den Bedürfnissen der Nutzer muss auf der Baustelle immer wieder neu abgewogen werden.