Archiv Matzen

Archiv Matzen Die Geschichte des Ortes und seiner Bewohner, aus unzähligen Dokumenten, Berichten, Akten, Fotos und Erzählungen zusammengetragen.

Heute jährt sich der Geburtstag von Kaiser Franz Josef zum 196. Mal. Warum wir das erwähnen? Matzen hat einen besonderen...
18/08/2026

Heute jährt sich der Geburtstag von Kaiser Franz Josef zum 196. Mal. Warum wir das erwähnen?
Matzen hat einen besonderen Bezug zu ihm: Im Jahre 1866 war er gleich zwei Mal in Matzen: am 1. August anlässlich einer riesigen Heeresparade vor Schönkirchen besuchte er mit Kaiser Wilhelm von Preußen Schloss und Keller des Grafen Kinsky in Matzen. Noch im im selben Jahr, nämlich am 9. November, lud ihn Graf Kinsky abermals auf sein Schloss ein und man begab sich anschließend in den herrschaftlichen Keller (heute Winzergenossenschaft). Dort probierte Kaiser Franz Josef einige Sorten des vielgerühmten Matzner Weines und war so begeistert, dass er im Anschluss an seinen Besuch in Matzen so manches Fässchen für seine Residenz in der Hofburg, aber auch für die Sommerresidenz Schloss Schönbrunn bestellte!
Außerdem wurde in Matzen- wie in fast allen Orten der österreichischen Monarchie - sein 60-jähriges Regierungsjubiläum gefeiert und anlässlich dieser Feier eine Gedenktafel unter der "Kaiserlinde" angebracht. Diese Tafel existiert noch heute, doch wer von euch weiß, wo sie sich befindet?
Nachzulesen ist dies in der Matzner Chronik und in den Matzner Sagen, die heuer neu aufgelegt wurden und mit einigen weiteren sagenhaften Geschichten zu Matzen und seinen Bewohnern ergänzt wurden. Ab 10. September könnt ihr diese und alle anderen Broschüren wieder im Archiv Matzen erwerben.

HILFE!!! Wer kann die heutige Sonnenfinsternis fotografieren und uns diese Bilder zusenden? Optimal wäre natürlich, wenn...
12/08/2026

HILFE!!! Wer kann die heutige Sonnenfinsternis fotografieren und uns diese Bilder zusenden? Optimal wäre natürlich, wenn man auf dem Foto Matzen oder die Umgebung erkennt - ist aber nicht Bedingung!
Leider gibt es im Archiv auch kein einziges Foto von der totalen Sonnenfinsternis 1999, die ja viele von uns miterlebt haben! Hat jemand von euch Bilder davon, die er uns zur Verfügung stellen könnte?
Wir sind auf eure Hilfe angewiesen, denn nur durch eure Bilder, Berichte, Erinnerungen oder schriftlichen Aufzeichnungen können wir unser Wissen erweitern und so für die Nachwelt erhalten. Was heute Realität ist, ist morgen Vergangenheit und vielleicht übermorgen vergessen.
Wir vom Archiv Matzen sind bemüht, alles Geschehen im und um den Ort aufzuzeichnen - und das geht eben nur mit eurer Hilfe!
Wir sagen jetzt schon: herzlichen DANK!

Noch vor 100 Jahren gab es keinen Strom in den  Matzner Haushalten, von Kühl- oer gar Gefrierschränken hatte man noch ke...
11/08/2026

Noch vor 100 Jahren gab es keinen Strom in den Matzner Haushalten, von Kühl- oer gar Gefrierschränken hatte man noch keine Ahnung! Wie also konnte man damals seine verderblichen Lebensmittel aufbewahren?

So wie in vielen Orten der Umgebung gab es auch in Matzen sogenannte Eisgruben. Sie wurden im Winter mit den aus dem Eis gebrochenen Brocken der gefrorenen Schwemme am Tegelberg (später Waldbad) oder an der Reyersdorferstraße befüllt und hielten - tief unter der Erde - bis in den nachfolgenden Herbst hinein. Vor allem die Fleischhauer und Wirte waren auf diese Lagerung für verderbliche Lebensmittel angewiesen!

In Matzen gab es mehrere, doch eine besonders schöne Eisgrube eines ehemaligen Fleischhauers durfte das Archivteam vor einigen Jahren besuchen.

In den Haushalten gab es lange nur die Möglichkeit, die Lebensmittel im Weinkeller zu lagern. Nur wenige konnten sich einen "Eiskasten" leisten, der bei Bedarf (und gegen Bezahlung) mit Eisbrocken aus diesen Eiskellern bestückt wurde.

Wenn wir nun noch bedenken, dass damals auch nicht mittels Gas oder Strom gekocht werden konnte, sondern alles auf dem mit Holz beheizten Sparherd zubereitet wurde - auch das Warmwasser zum Spülen, Waschen, Baden etc. - so können wir uns vorstellen, welche Temperaturen da oft in den Küchen herrschte. Und das ohne Klimaanlage und Ventilator!

Dazu hätten wir eine Bitte: habt ihr noch Fotos von alten Sparherden, gemauerten Herden, Eiskästen die nachweislich in Matzen standen? Vielleicht gibt es ja alte Aufnahmen der Familie in der Küche oder Ähnliches? Bitte schickt uns diese - es sind Zeitdokumente, die wir für unsere Kinder und Enkel erhalten wollten!

Diese Woche durften wir wieder die Hortkinder aus Matzen zu einem "historischen" Spaziergang begleiten! Diesmal war das ...
30/07/2026

Diese Woche durften wir wieder die Hortkinder aus Matzen zu einem "historischen" Spaziergang begleiten! Diesmal war das Ziel die Winzergenossenschaft. Herr Kaufmann führte die Kids durch das ganze Gebäude und erklärte ihnen, wie aus den angelieferten Trauben Most wird. Bis in den tiefsten Keller, wo ja angeblich der Kellergeist Kuno hausen soll, drangen die Kinder vor und nachdem es ordentlich gruselig wurde, durften sie sich am Most in der Winzerküche laben.

Danach besuchten sie das Archiv Matzen, wo wir ihnen die Geschichte des Weinbaues und seine Bedeutung für Matzen, sowie die Entwicklung des herrschaftlichen Kellers zur Winzergenossenschaft anhand alter Fotos erklären durften.

Schließlich war unser Ort Vorreiter für den Rotwein in unserem Gebiet durch Graf Christian Kinsky und wurde dafür mehrmals prämiert! Ja, sogar Kaiser Franz Josef war zu Besuch beim Grafen und nach einer Weinkost im ehemaligen Herrschaftskeller - heute Winzergenossenschaft - bestellte er den hervorragenden Wein für seine Residenz in Wien.( Wer mehr über den Weinbau in Matzen wissen möchte, dem empfehlen wir unsere Broschüre "Matzner Wein".)

Es ist immer wieder erstaunlich, wie wissbegierig Kinder sein können! Sie stellten sehr viele Fragen zum Thema, aber auch über die Geschichte Matzens, bestaunten alte Souvenirs und Ansichtskarten, die es in früheren Jahrzehnten von der "Sommerfrische Matzen" gab und so konnten wir ihnen wieder einmal ein bisserl ihren Heimatort und dessen Bedeutung näher bringen.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Besuch! Was es dann wohl zu entdecken gibt???

Durch die anhaltende Trockenheit werden wir aufgefordert, Wasser zu sparen. Keine Pools befüllen, nicht den Rasen spreng...
23/07/2026

Durch die anhaltende Trockenheit werden wir aufgefordert, Wasser zu sparen. Keine Pools befüllen, nicht den Rasen sprengen, nicht Autowaschen.... Es ist erschreckend, dass das, was wir als selbstverständlich betrachten - nämlich dass Wasser jederzeit und in jeder Menge aus dem Wasserhahn kommt - nun doch nicht mehr soooo selbstverständlich ist.
Doch es war nicht immer so. 1960 zählte man in Matzen noch 156 Brunnen! Die Ortswasserleitung wurde ja erst 1960 fertiggestellt und 1961 mit der Einweihung des Bärenbrunnen feierlich eröffnet.
Einige waren Gemeinschaftsbrunnen für mehrere Anwohner, andere waren Hausbrunnen nur für den Hausbesitzer.
Jeden Tropfen Wasser, den man im Haushalt benötigte, musste man mit Kübeln vom Brunnen nach Hause holen. Da wurde naturgemäß nichts verschwendet. Wer will schon unnötig schleppen? Man wusch sich im Lavoir, wusch sein Geschirr im Schaffel, später in der ausziehbaren Abwasch und man reinigte die Wäsche im Trog mit der Rumpel. Heute kaum noch vorstellbar, und doch haben es einige von uns noch so erlebt.
Jetzt duschen wir oft 2 x täglich, Waschmaschine und Geschirrspüler laufen jeden Tag und für die WC-Spülung verwenden wir ebenso das edle Trinkwasser (übrigens ca. 30 l pro Person und Tag allein dafür!).
Das macht schon nachdenklich. So wie früher wollen wir es nicht mehr, das ist klar. Aber ein bisserl sorgsamer sollten wir wirklich mit unserem Matzner Wasser umgehen, oder?

Nachdem der Beitrag über die Sommertour in Matzen-Raggendorf nun schon einen Tag alt ist und somit bereits in der Vergan...
16/07/2026

Nachdem der Beitrag über die Sommertour in Matzen-Raggendorf nun schon einen Tag alt ist und somit bereits in der Vergangenheit liegt, passt er gut auf unsere Archiv-Matzen-Seite! 😁

Heimischer Amateursport fordert Hitzeregel | S34: Spange Wörth darf gebaut werden | Rund 140 Feuerwehrkräfte bei Hallenbrand | Flugzeugabsturz: 15-Jährige befragt | 50 Jahre Gurtenpflicht | Regierung erhöht Strafen für Verkehrsdelikte | Zwettl vereint Kammermusik mit Jazz | Sommertour in Matzen...

Das Archiv Matzen verabschiedet sich in die Sommerpause bis 10.September!Über unsere homepage "www.archiv-matzen.at" sin...
05/07/2026

Das Archiv Matzen verabschiedet sich in die Sommerpause bis 10.September!
Über unsere homepage "www.archiv-matzen.at" sind wir aber natürlich trotzdem jederzeit erreichbar.
Tipp: schaut mal hier rein: https://matzen-raggendorf.topothek.at/. Hier findet ihr über 1000 Bilder samt genauester Beschreibung aus Matzen! Aber Vorsicht: Beim Stöbern in der Topothek können Stunden wie Minuten (Eigenerfahrung) ;)

Früher war es ja angesagt, sich auf "Sommerfrische zu begeben. So wie Komtesse Berta Kinksy von Wchinitz und Tettau - di...
05/07/2026

Früher war es ja angesagt, sich auf "Sommerfrische zu begeben. So wie Komtesse Berta Kinksy von Wchinitz und Tettau - die spätere Friedensnobelpreisträgerin Berta von Suttner - die in ihrer Jugend viele Sommer auf dem Matzner Schloß bei der Familie ihres Onkels "Christl" (Graf Christian Kinsky) verbrachte.

Hier ihre Beschreibung eines ihrer Sommeraufenthalte auf Schloss Kinsky in Matzen: (viel Text, aber lesenswert!)
"...Um nach Matzen zurückzukommen, das ja noch immer auf derselben Stelle steht, welches ich aber seither nicht mehr gesehen habe, so war es damals unter der Herrschaft eines jungvermählten Paares. Am selben Tag, da Kaiser Franz Joseph mit Elisabeth von Bayern Hochzeit hielt, hatte der nunmehrige Herr von Matzen und Angern, Christian Graf Kinsky, seine Braut, Therese Gräfin Wrbna, heimgeführt. Ein schönes, glückliches junges Paar.

Einen lustigeren, witzigeren Menschen als »Christl« Kinsky kann man sich nicht vorstellen. Des ist die ganze Wiener Gesellschaft Zeuge. Noch in seinem späten Alter, auf dem nichts weniger als lustigen Posten eines Landmarschalls, wusste er Heiterkeit und Gemütlichkeit bis in die parteizerrissene Landstube zu bringen. Das Schloss Matzen, alt und getürmt, steht auf einem bewaldeten Berg; vom zweiten Stockwerk führt eine Tür auf ein Plateau, auf dem ein kleiner Ziergarten angelegt ist, und vor dem Gartengitter liegt der Wald. Ein Pavillon ist in dem Gärtchen angebracht, und auf dem Tisch darin lagen gefärbte Gläser, blau, gelb, rot ... Durch diese ließ man mich in die Natur hinausschauen (diese Erinnerung datiert von einem früheren Matzener Besuch, als ich noch ganz klein war), und diesen blauen Wald, diesen gelben Garten, diesen grünen Himmel zu sehen, es war mir eine zauberhafte Überraschung – ich schrie vor Glück...“

Mahn und dreschn, Druschpartie...Was heute hochmoderne Maschinen erledigen, wurde früher in schwerer körperlicher Arbeit...
29/06/2026

Mahn und dreschn, Druschpartie...
Was heute hochmoderne Maschinen erledigen, wurde früher in schwerer körperlicher Arbeit erledigt. Leider haben wir bei diesen Fotos keine Datumsangaben! Wir wissen nur, das z.B. im 2. Weltkrieg Kriegsgefangene bei den bäuerlichen Arbeiten halfen, da die arbeitsfähigen Männer unseres Ortes - wie überall zu jener Zeit - zum Kriegsdienst eingezogen wurden.
Es war eine andere Zeit. Da überdenkt man doch den Spruch "Früher war alles besser", oder?

Diesmal sind wir auf der Suche nach Fotos und Erzählungen vom Gasthaus Bruckmayer, das über viele Generationen hinweg Tr...
17/04/2026

Diesmal sind wir auf der Suche nach Fotos und Erzählungen vom Gasthaus Bruckmayer, das über viele Generationen hinweg Treffpunkt und Veranstaltungsort war. Hochzeiten, Bälle, Kirtage, Stammtisch und Kartenspielrunden....in ganz alten Zeiten noch mit Kegelbahn (hat jemand Fotos davon?). Was habt ihr in diesem Haus erlebt, was ist euch in Erinnerung geblieben? Was waren eure Lieblingsspeisen, wer kann sich noch an das Personal erinnern?
Schreibt uns oder schaut Donnerstags von 17.00 bis 19.00 Uhr im Archiv Matzen vorbei! Helft mit, die Geschichte unseres Ortes nicht vergessen zu lassen!
Das Archiv der Gemeinde Matzen lebt nicht nur von Daten und Zahlen, sondern vor allem von EUREN Erinnerungen, die wir für die Nachwelt erhalten müssen, um so die Vergangenheit besser zu verstehen. Brauchtum, Entwicklung und Lebensform früherer Zeiten zu bewahren und für die Zukunft zugänglich zu machen ist eines der Ziele des Gemeindearchivs. Darum brauchen wir immer wieder eure Hilfe, eure Persönlichen Erinnerungen.

Adresse

Hauptstraße
Matzen
2243

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