01/10/2026
Gut geplant ist halb gebaut. Beim Bauen im Bestand gilt das vielleicht doppelt.
Unser Wohn- und Geschäftshaus in der Marktstraße in Dornbirn ist fast 100 Jahre alt. Das Gebäude hat den Besitzer gewechselt. Und damit beginnt auch baulich ein neues Kapitel.
Bevor wir dieses Kapitel schreiben können, müssen wir aber zuerst verstehen, was die letzten knapp 100 Jahre hinterlassen haben.
Bei so einem Gebäude kannst du Bestandspläne studieren.
Du kannst Aufnahmen machen.
Du kannst den Umbau detailliert vorbereiten.
Aber eines kannst du nicht: Durch Wände und Decken schauen.
Erst beim Rückbau zeigt sich, was wirklich vorhanden ist.
Welche Konstruktionen wurden damals ausgeführt?
Was wurde irgendwann umgebaut?
Wo verlaufen Leitungen?
Wie greifen die einzelnen Bauteile tatsächlich ineinander?
Für mich ist klar: Wir gehen hier Schritt für Schritt vor.
Öffnen. Bestand beurteilen. Mit der Planung abgleichen. Entscheidungen treffen. Und erst dann weiterbauen.
Auf den Bildern sieht das teilweise nach ziemlich viel Chaos aus. Für mich ist es genau das Gegenteil.
Denn jetzt ist der Zeitpunkt, wo sich der vorherige Aufwand bezahlt macht.
Würde ich es wieder so machen? Ja.
Denn gerade bei einem fast 100 Jahre alten Gebäude zeigt sich wieder:
Gut geplant ist halb gebaut. Und gut rückgebaut ist die Grundlage dafür.
Wie sind eure Erfahrungen mit solchen alten Bestandsgebäuden?
Was hat euch beim Öffnen schon einmal überrascht?