05/08/2026
Direkt lyrisch muss man da werden bei solchen Sommernächten.
Unendlich war die Nacht: die Hügel schwammen
in Wolken bleichen Sternenlichts und Flammen;
und Brunnen, Park und Mondenstrahl verwebte
ein blauer Traum, der zart und zitternd schwebte.
Das Flußtal lag, wie Silber ausgegossen,
von weißen Nebelschleiern Überflossen.
Die Bäume, die den Wälderpfad besäumten,
sogen die mondne Kühle ein und träumten.
Aus diesem Abschied schritt ich in die Ferne;
auf meinen Schatten fiel der Staub der Sterne.
So gläsern lag die Welt zu meinen Füßen:
Ein Hauch nur, und sie hätte klirren müssen.
(Eine Sommernacht, Margul-Sperber)
Fotos: WOHNWAGON "Isidor" kann man auch mieten!