08/05/2026
Angst.
Ständige Angst.
Und das Leben im Überlebensmodus, selbst lange nach der Trennung.
Genau das hat mich über Jahre begleitet.
Heute kann ich diese Beziehung benennen:
Gewalt, verpackt als Liebe.
Nicht laut.
Nicht sichtbar.
Keine blauen Flecken.
Aber Kontrolle. Einschüchterung. Angst. Ein Laufen auf Eierschalen und permanente Anpassung. Das schleichende Verlieren des eigenen Selbstgefühls.
Erst mit Abstand konnte ich erkennen, wie sehr ich begonnen hatte, an meiner Wahrnehmung und irgendwann an mir selbst zu zweifeln.
In der aktuellen Ausgabe des Emotion Magazins erzähle ich meine Geschichte. Nicht, weil es leicht ist, sondern weil psychische Gewalt noch immer viel zu oft unsichtbar bleibt.
Und weil ich weiß, dass viele Betroffene sich selbst lange nicht als Betroffene erkennen.
Genau daraus ist auch meine Arbeit entstanden:
Frauen dabei zu begleiten, wieder in ihr Selbstgefühl zurückzufinden, Grenzen zu setzen und sich nicht länger über Angst, Schuld oder emotionale Abhängigkeit definieren zu lassen.
Denn Gewalt beginnt nicht erst dort, wo jemand zuschlägt.
Manchmal beginnt sie dort, wo du aufhörst, dir selbst zu vertrauen.