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Baulandpreise liefen seit 2000 allen anderen Kosten davonBaulandkosten waren mit 130 % der größte Preistreiber am deutsc...
10/02/2019

Baulandpreise liefen seit 2000 allen anderen Kosten davon

Baulandkosten waren mit 130 % der größte Preistreiber am deutschen Immobilienmarkt in den letzten 20 Jahren, noch vor den ebenfalls stark gestiegenen Bau- und Transaktionsnebenkosten. Das ergibt eine Studie des Schweizer Investmentmanagers Empira zu den 71 einwohnerstärksten deutschen Städten. Zwischen 2000 und 2017 stiegen in Deutschland die durchschnittlichen Baulandpreise von 76 auf 175 Euro/m². Besonders von 2011 an ging es steil bergauf. In absoluten Zahlen lag München zuletzt mit über 2.400 Euro/m² bundesweit an der Spitze, aber der Anstieg der letzten 20 Jahre war in Düsseldorf mit 450 % am stärksten. Der Unterschied zwischen den Preisen in den Städten mit der höchsten Kaufkraft und denen mit mittlerer oder niedriger Kaufkraft wächst seit 2012 und erreichte 2017 einen Wert von 585 Euro/m². Im Jahr 1997 hatte dieser Unterschiedswert noch 233 Euro/m² betragen.

Quelle: TD 07.02.2019

10/02/2019

Preise für Eigenheime sind am stärksten gestiegen

Die Wohnungspreisentwicklung hat laut dem Wohn-Index Deutschland des Analysehauses F+B im Herbst "wieder an Fahrt gewonnen". Deutschlandweit stiegen die Preise im vierten Quartal 2018 im Vergleich zum Vorquartal um 1,2%, im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6,5%. Maßgeblich für die Steigerung sei das Eigentumssegment. Dabei ragten insbesondere die Eigenheime hervor mit einem Plus von 9,2% im Jahresvergleich, Eigentumswohnungen lagen mit 6,5% leicht darunter. Im Quartalsvergleich kommen beide auf ein Plus von 1,3%. Das Baukindergeld unterstütze den "Drang zum Wohneigentum", analysiert F+B-Geschäftsführer Bernd Leutner. Dagegen sei bei den Bestandsmieten im Vorquartalsvergleich nur ein leichtes Plus von 0,4% zu registrieren. Im Vorjahresvergleich stiegen die Neuvertragsmieten um 3,4%, die Bestandsmieten um 1% - Werte, die deutlich unter dem Gesamtindexzuwachs (6,5%) liegen.

Nach der Analyse von F+B ist aber insbesondere in der Gruppe der Einkommensschwächeren ein Kampf um den schrumpfenden preiswerten Bestand in den Städten zu beobachten. Gerade dort seien höhere Mietpreissteigerungen zu verzeichnen als im gehobenen Segment. Leutner plädiert dafür, "die aktuell uneingeschränkte Dominanz der Umweltpolitik in Frage zu stellen" und die sozialen Aspekte des Bauens und Wohnens stärker zu betonen. Auch müsse die "baugesetzlich normierte Bürgerbeteiligung neu austariert" werden. Diese Form der Partizipation entwickele sich zunehmend zur "bloßen Verhinderungsmacht der Besitzenden".

Quelle: IZ 31.01.2019

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