Stella Falkenberg - Beratung mit Herz

Stella Falkenberg - Beratung mit Herz Wenn Deine Eltern abbauen
und Du nicht mehr weißt, wie Du das alles tragen sollst:
Ich begleite Dich, damit Du nicht untergehst. Keine Therapie. Echte Gespräche.

Für Frauen, die Verantwortung tragen –
und selbst keinen Halt mehr haben. Begleitung mit 💖 ​Sie haben ein Kindheitstrauma erlitten, das Sie heutzutage noch immer daran hindert Ihren inneren Frieden zu finden?​

Sie haben schlechte Erfahrungen gemacht, die Ihren Glauben an Sie selbst zutiefst erschüttert haben? Sie haben niemanden, mit dem Sie darüber sprechen können?​

Sie wünschen sich eine Perso

n, der Sie vertrauen können und die Sie versteht, weil sie ähnliche Erfahrungen gemacht hat? Sie benötigen eine Person, die dadurch ganz genau weiß, was Sie fühlen?​

Sie möchten einen kompetenten Gesprächspartner, der Ihnen helfen kann, wieder eine positive Sicht auf Ihr Leben zu erlangen?​

Ich biete Ihnen eine personenzentrierte Beratung, bei der ich gemeinsam mit Ihnen einen Plan erarbeite, wie Sie den Ballast der Vergangenheit abwerfen können.​

Zögern Sie nicht länger, und nehmen Sie jetzt Kontakt mit mir auf, indem Sie auf den oben stehenden Kontakt-Button klicken.

GENAU IN DIE MITTEPapa trinkt Kaffee.Eigentlich nichts Besonderes.Bis mir auffällt, dass er seine Tasse immer wieder ver...
01/09/2026

GENAU IN DIE MITTE

Papa trinkt Kaffee.
Eigentlich nichts Besonderes.
Bis mir auffällt, dass er seine Tasse immer wieder verschiebt.

Ein Stück nach links.
Ein bisschen nach rechts.
Noch einmal korrigieren.
Bis sie genau in der Mitte einer Blüte auf dem Deckchen steht.
Er schaut. Prüft. Korrigiert.

Dann nimmt er einen Schluck.
Und danach beginnt das Ganze von vorne.
Ich beobachte ihn eine Weile und frage irgendwann:
„Papa, was machst du denn da eigentlich?“

Lange Pause. Er sucht nach Worten. Man sieht ihm mittlerweile oft regelrecht dabei zu, wie mühsam diese Suche geworden ist.
Dann kommt ungefähr:
„Na ja … das muss ja genau auf der Mitte sein.“

Mehr kann er mir nicht erklären.
Und ich sitze daneben und frage mich:
Was passiert da gerade in deinem Kopf, Papa?
Ist es einfach die Symmetrie der Blume, die seine Aufmerksamkeit fesselt?
Gibt ihm das genaue Ausrichten für einen Moment Struktur?
Ist es ein Automatismus?
Oder meldet sich da irgendwo tief im Gedächtnis der Monteur, der sein Leben lang Dinge ausgerichtet, angepasst und kontrolliert hat?

Ich weiß es nicht.
Und genau das finde ich gleichzeitig faszinierend und berührend.
Denn Papa scheint durchaus zu wissen, was er erreichen möchte: Die Tasse soll in die Mitte.
Er kann mir nur nicht mehr erklären, warum.

Bei Demenz können sich Handlungen immer wieder wiederholen. Manchmal erscheint uns Angehörigen das vollkommen sinnlos.
Aber vielleicht ist es das für den Menschen selbst gar nicht.
Vielleicht folgt sein Gehirn gerade einer Logik, zu der ich keinen Zugang mehr habe.

Also lasse ich ihn machen.
Die Tasse wird verschoben.
Betrachtet.
Korrigiert.
Bis sie endlich wieder da steht, wo sie offenbar hingehört:
Genau in der Mitte.

Und manchmal besteht Begleitung bei Demenz vielleicht genau darin:
Nicht alles verstehen zu müssen.
Sondern neugierig zu bleiben auf eine Welt, deren Regeln wir zunehmend nicht mehr kennen.

ICH WERDE MÜDEIch habe gerade eine Stunde geschlafen.Und ich bin immer noch müde.Ich könnte schlafen. Schlafen. Schlafen...
25/08/2026

ICH WERDE MÜDE

Ich habe gerade eine Stunde geschlafen.
Und ich bin immer noch müde.
Ich könnte schlafen. Schlafen. Schlafen. Schlafen.

Und langsam frage ich mich, ob Müdigkeit eigentlich ansteckend ist.

Mein Papa wird immer müder.
Wenn ich ihn besuche, ist er oft schon erschöpft, bevor unsere gemeinsame Zeit überhaupt richtig begonnen hat. Manchmal finde ich ihn zusammengesunken im Aufenthaltsraum. Manchmal ist er wach und wir fahren mit dem Rollstuhl eine Runde.

Aber wenn niemand neben ihm läuft, ihn anspricht, mit ihm redet, ihn immer wieder ins Hier und Jetzt zurückholt, fallen irgendwann die Augen zu.
Dann schläft er einfach.

Im Rollstuhl.
Beim Sitzen.
Nach dem Essen.
Beim Essen.
Sogar während er versorgt wird.

Von 24 Stunden verschläft er inzwischen geschätzt 18.
Und unsere gemeinsame Zeit wird dadurch immer kleiner.

Nicht unbedingt die Stunden, die ich bei ihm bin.
Sondern die Zeit, in der er wirklich bei mir ist.

Und ich merke, was das mit mir macht.
Manchmal denke ich inzwischen vor einem Besuch:
Ich habe keine Lust mehr.

Puh. Das überhaupt auszusprechen fühlt sich schon falsch an.

Natürlich habe ich meinen Papa lieb.
Natürlich möchte ich ihn sehen.

Aber dieses ständige Aktivieren ist anstrengend. Dieses Reden, obwohl kaum noch etwas zurückkommt. Dieses Versuchen, aus einer Stunde noch ein kleines bisschen gemeinsames Leben herauszuholen.

Und gleichzeitig zu wissen:
Er kann nichts dafür.
Sein Gehirn wird krankheitsbedingt immer weniger leistungsfähig. Sein Körper ist alt und erschöpft. Er braucht diese Ruhe.
Also darf er müde sein.

Vielleicht muss ich nur lernen, dass unsere gemeinsame Zeit nicht mehr „schön“ werden muss.

Vielleicht reicht irgendwann einfach:
Ich sitze da.
Er schläft.
Und wir sind trotzdem zusammen.

Und vielleicht darf auch ich sagen:
Ich bin müde.
Ohne deshalb eine schlechtere Tochter zu sein.

Denn auch Angehörige werden müde.
Nicht von dem Menschen.
Sondern von dem, was die Demenz jeden Tag ein kleines bisschen mehr von beiden verlangt.

💜 Frauen verbinden Frauen – und warum mir das so wichtig istIch kenne Netzwerken schon lange.Ich war selbst drei Jahre l...
24/08/2026

💜 Frauen verbinden Frauen – und warum mir das so wichtig ist

Ich kenne Netzwerken schon lange.
Ich war selbst drei Jahre lang im BNI aktiv und habe dort erlebt, wie wertvoll Kontakte, Empfehlungen und gegenseitige Unterstützung sein können.

Und gleichzeitig habe ich irgendwann für mich festgestellt:
Ich wünsche mir eine andere Form von Netzwerk.
Eine, in der es nicht darum geht, wer erfolgreicher, schneller, sichtbarer oder leistungsfähiger ist.
Kein höher. Schneller. Weiter.

Sondern vielleicht manchmal einfach:
„Hey, lass uns mal kurz durchatmen.“

Denn was leisten Frauen eigentlich jeden Tag?
Wir sind Partnerinnen, Ehefrauen, Mütter, Töchter, Freundinnen, Angestellte, Selbstständige, Unternehmerinnen, Organisatorinnen, Köchinnen, Einkäuferinnen, Gärtnerinnen, Haushaltshilfen, Familienmanagerinnen, Kümmernde und Zuhörende.

Manche begleiten zusätzlich ihre älter werdenden oder erkrankten Eltern.
Manche kümmern sich um ein chronisch krankes oder besonders unterstützungsbedürftiges Kind.
Manche leben selbst mit körperlichen Einschränkungen.
Und manche jonglieren gleich mehrere dieser Herausforderungen gleichzeitig.

Und dann ist die Wohnung vielleicht nicht aufgeräumt.
Die Wäsche liegt noch da.
Es wurde nichts gekocht.
Und irgendjemand könnte von außen fragen:
„Was hat die denn eigentlich den ganzen Tag gemacht?“
Eine ganze Menge.
Nur sieht man vieles davon nicht.

Denken ist Arbeit.
Planen ist Arbeit.
Organisieren ist Arbeit.
Kreativ sein ist Arbeit.
Verantwortung tragen ist Arbeit.
Sich um andere kümmern ist Arbeit.

Und sich um sich selbst zu kümmern, gehört ebenfalls dazu.
Vielleicht sollten wir deshalb viel häufiger einmal schauen, was sich eigentlich hinter der Fassade verbirgt. 😉

Und genau daraus wächst gerade rund um das Sonnenhaus 🌞 etwas, das mir sehr am Herzen liegt.

💜 1. Frauen verbinden Frauen
Ein kostenfreies, regionales Netzwerk ausschließlich für Frauen aus Konz, Trier, Saarburg, Luxemburg und der näheren Umgebung.

Im dazugehörigen WhatsApp-Chat können wir uns kennenlernen, Fragen stellen, Erfahrungen und Empfehlungen teilen, Kontakte vermitteln oder auch ganz konkret um Unterstützung bitten.
Dabei ist mir wichtig, dass es ein geschützter Raum bleibt. Deshalb schaue ich mir neue Beitrittsanfragen persönlich an und nehme gegebenenfalls kurz Kontakt auf, bevor ich jemanden freischalte.
Der Einladungslink darf trotzdem gerne an andere Frauen weitergegeben werden. Denn genau darum geht es:
Frauen verbinden Frauen.
Hier geht es zum Gruppen-Chat:
👉🏼 https://chat.whatsapp.com/F3JCW1ivJQSB01bSbwUCz3?s=cl&p=a&mlu=4

🧡 2. Sonnenhaus 🌞 Momente
Wer zunächst einfach ein bisschen mitlesen möchte, findet im Sonnenhaus 🌞 Kanal jeden Morgen einen kostenfreien kleinen Impuls.
👉🏼 Hier geht's zum Kanal: https://whatsapp.com/channel/0029VbAsDYoL7UVRvaGrc13n

Wie ein winziges Kalenderblatt für den Tag:
Zwei Minuten lesen.
Vielleicht kurz innehalten.
Einen Gedanken mitnehmen.
Etwas aus einem anderen Blickwinkel betrachten.
Oder auch denken: Heute nicht. 😅
Auch das darf sein.

💖 3. Afterwork-Abende für Frauen
Einmal im Monat wird aus digitaler Verbindung eine ganz reale Begegnung im Sonnenhaus.
Für 30 € pro Person treffen sich Frauen in entspannter Atmosphäre.
Und auch hier gibt es kein höher, schneller, weiter.

Mal reden wir.
Mal entspannen wir.
Mal werden wir kreativ.
Mal probieren wir etwas Neues aus.
Und manchmal passiert das Wertvollste einfach dadurch, dass unterschiedliche Frauen miteinander an einem Tisch sitzen und anfangen zu erzählen.
Hier musst du nichts leisten.
Hier darfst du einfach sein.

💛 4. SonnenhAUSZEIT 🌞
Und manchmal braucht es gar keine Gruppe.
Manchmal braucht eine Frau einfach ihre eigene Zeit.

Dafür entstehen unter dem Namen SonnenhAUSZEIT 🌞 unterschiedliche Angebote, Produkte und kleine Auszeiten – mit unterschiedlichen Schwerpunkten und auch unterschiedlichen Preisen.

Je nach Geldbeutel.
Je nach Bedürfnis.
Je nach Lust und Laune.
Denn Selbstfürsorge muss nicht für jede Frau dasselbe bedeuten.

Und genau das ist für mich inzwischen das Schöne daran:
Es gibt nicht den einen richtigen Einstieg.
Vielleicht möchtest du morgens einfach einen Gedanken lesen.
Vielleicht möchtest du dich kostenfrei mit anderen Frauen aus deiner Region vernetzen.
Vielleicht möchtest du einmal im Monat tatsächlich anderen Frauen begegnen.
Oder vielleicht brauchst du gerade einfach Zeit nur für dich.

Alles davon darf nebeneinander existieren.
Digital verbinden.
Persönlich begegnen.
Unterstützung ermöglichen.
Auszeiten schaffen.

Ich möchte kein Netzwerk aufbauen, in dem Frauen Visitenkarten sammeln und anschließend schauen, wer von ihnen die Erfolgreichste im Raum ist oder die diese Kontakte einfach nur für ihre Marketing-Email Liste verwenden.

Ich wünsche mir eines, in dem irgendwann eine Frau sagt:
„Moment – da kenne ich jemanden. Frag sie doch mal.“
Oder:
„Komm, ich helfe dir.“
Oder manchmal einfach:
„Setz dich erst einmal hin. Du musst gerade gar nichts leisten.“

Vielleicht ist genau das die Form von Vernetzung, die wir Frauen viel häufiger brauchen. 💜
Gemeinsam. Unterstützend. Verbunden 🤗

Wenn du aus Konz, Trier, Saarburg, Luxemburg oder der näheren Umgebung kommst und beim kostenfreien Netzwerk „Frauen verbinden Frauen“ dabei sein möchtest, melde dich gerne bei mir oder nutze den Einladungslink in diesem Beitrag. 💬

🌿 NEU im Sonnenhaus 🌞: Aroma Align Energie-AuszeitIch bin gerade tatsächlich ein bisschen aufgeregt. 🤩Denn hinter diesem...
24/08/2026

🌿 NEU im Sonnenhaus 🌞: Aroma Align Energie-Auszeit

Ich bin gerade tatsächlich ein bisschen aufgeregt. 🤩

Denn hinter diesem neuen Angebot steckt einiges an Lernen, Ausprobieren und Erfahrung – und jetzt ist der Moment gekommen, an dem ich sagen kann:

Ja. Genau so möchte ich es anbieten. 💖

Die Aroma Align Energie-Auszeit ist Teil meiner SonnenhAUSZEIT 🌞 und richtet sich an Menschen, die sich nach einer echten Pause sehnen.

Nicht noch einen Termin, bei dem du etwas leisten, erzählen, bearbeiten oder erreichen musst.

Sondern 90 Minuten, in denen du einfach einmal nichts musst.

🌿 Was erwartet dich?

Die Aroma Align Energie-Auszeit folgt einem festen Ablauf, bei dem dich sieben ausgewählte Dōterra Öle und Ölmischungen nacheinander begleiten:

🧡 Motivate – ermutigt
💛 Cheer – erhebt
❤️ Passion – inspiriert
💚 Forgive – erneuert
💜 Console – tröstet
💙 Peace – beruhigt
🤎 Frankincense / Weihrauch – verbindet

Die Düfte werden mit achtsamer Berührung, Handauflegen und energetischer Arbeit verbunden. Dazu gehören eine Körper-Energie-Ausbalancierung sowie Chakrenarbeit mit den Dōterra Ölen und der Unterstützung durch mein Rosenquarz-Pendel.

Dabei bleibst du selbstverständlich vollständig angezogen.

Du liegst bequem, bekommst ein frisches Handtuch bzw. eine frische Decke – sehr gerne in deiner Wunschfarbe – und darfst einfach ankommen.

Keine Gespräche, die irgendwohin führen müssen.
Keine Aufgaben.
Kein „Ich sollte noch …“.

Du darfst einfach nur sein.

Zum Abschluss bekommst du noch Zeit zum Nachspüren und Integrieren, bevor du wieder zurück in deinen Alltag gehst. 🌿

Für mich verbindet diese Auszeit vieles von dem, was mir in meiner Arbeit wichtig ist: Achtsamkeit, Düfte, Berührung, Ruhe, Energiearbeit und liebevolle Präsenz.

Und vielleicht ist genau das manchmal das Wertvollste:

90 Minuten, in denen sich einmal nicht alles um das Außen dreht, sondern nur um dich. 💖

⏳ Dauer: 90 Minuten
🌞 Ort: Sonnenhaus in Konz-Roscheid
💶 Einführungspreis bis 15. September 2026: nur 100 € statt regulär 120 €

Termine vereinbare ich persönlich über WhatsApp. Den QR-Code findest du direkt auf dem Flyer.

Ich freue mich riesig darauf, dieses neue Angebot jetzt endlich in die Welt zu bringen – und vielleicht auch dir schon bald deine ganz persönliche Aroma Align Energie-Auszeit schenken zu dürfen. 💖

Hinweis: Die Anwendung dient der Entspannung und dem Wohlbefinden und ersetzt keine medizinische Behandlung.





LMAA 😜Ja. Das ist mein Papa. 2013 - 72 Jahre alt.Beim Präismaskebal in Grevenmacher.Und nein – dieses Foto braucht eigen...
06/08/2026

LMAA 😜

Ja. Das ist mein Papa. 2013 - 72 Jahre alt.
Beim Präismaskebal in Grevenmacher.

Und nein – dieses Foto braucht eigentlich keine große Erklärung. 😂
Papa hatte schon lange vor seiner Demenz eine ziemlich klare Haltung gegenüber Menschen und Situationen, die ihm gehörig auf den Sack gingen:
„Die können mich alle mal am A... lecken.“

Tja.
Was soll ich sagen?
Das kann er heute noch. 😅

Denn während die Demenz ihm immer mehr nimmt – Wörter, Erinnerungen, Orientierung, Fähigkeiten – gibt es Dinge, die erstaunlich hartnäckig bleiben.
Sein Humor zum Beispiel.
Seine Vorliebe für hübsche Frauen sowieso. 😏

Und seine feste Überzeugung, dass manchmal grundsätzlich die anderen das Problem sind.
Dann sitze ich bei ihm und er erzählt mir völlig entrüstet:
„Die sind hier sowieso alle bekloppt!“
Und ich muss mir wirklich auf die Zunge beißen.
Weil ein klitzekleiner Teil in mir antworten möchte:
„Ja, Papa. Genau. Und DU überhaupt nicht. Du bist hier der einzig Normale.“ 😂

Natürlich sage ich das nicht.
Na ja … meistens jedenfalls nicht. 😇

Und vielleicht ist genau das eine Seite von Demenz, über die wir viel zu selten sprechen.
Demenz ist traurig.
Demenz ist anstrengend.
Demenz bedeutet Abschied.
Aber Demenz ist nicht 24 Stunden am Tag tragisch.

Es gibt diese absurden Situationen. Diese Sprüche. Diese Momente, in denen ich schmunzeln muss, obwohl die Krankheit überhaupt nicht zum Lachen ist.
Und dann blitzt er plötzlich durch.

Mein Papa💖
Der Mann, der schon 2013 der Welt die Zunge rausgestreckt hat.
Der heute manchmal nicht mehr weiß, welcher Tag ist, wo er gerade ist oder was er eigentlich sagen wollte.
Aber der offenbar noch ziemlich genau weiß, wann ihm jemand auf den Keks geht. 😂

Vielleicht verschwinden bei einer Demenz viele Teile eines Menschen.
Aber manche sitzen verdammt tief.
Und bei Papa gehört das LMAA offensichtlich dazu. 😜❤️

🌞 Falls ich eines Tages meine Welt anders sehe… (ausführliche Version auf Facebook)Wenn ich eines Tages selbst an Demenz...
05/08/2026

🌞 Falls ich eines Tages meine Welt anders sehe… (ausführliche Version auf Facebook)

Wenn ich eines Tages selbst an Demenz erkranken sollte, wünsche ich mir vor allem eines:

💖 Prüft mich nicht.
Fragt mich nicht: „Weißt du noch, wer ich bin?“ oder „Das habe ich dir doch gerade gesagt!“
Wenn ich etwas nicht mehr weiß, mache ich das nicht mit Absicht. Gebt mir Orientierung, ohne mich vorzuführen. Ich habe im Leben genug Prüfungen gemacht. 😉

💖 Stellt meine Wirklichkeit nicht ständig infrage.
Wenn ich glaube, meine längst verstorbenen Eltern lebten noch, fragt euch lieber, was hinter meinen Worten steckt: Vermisse ich jemanden? Suche ich Sicherheit? Brauche ich Nähe?

💖 Lasst mich selbst tun, was ich noch kann.
Reißt mir nichts aus der Hand, nur weil ich langsamer geworden bin. Selbstständigkeit bedeutet Würde.

💖 Behandelt mich niemals wie ein Kind.
Vielleicht brauche ich irgendwann viel Hilfe. Trotzdem steckt in mir ein ganzes Erwachsenenleben. Meine Fähigkeiten können verschwinden. Meine Würde nicht.

💖 Nehmt meine Gefühle ernst.
Angst ist Angst – auch wenn ihr ihren Grund nicht versteht. Traurigkeit ist Traurigkeit. Setzt euch zu mir. Haltet meine Hand. Hört mir zu.

💖 Wenn ich unruhig werde, sucht nach dem Warum.
Schmerzen? Hunger? Durst? Toilette? Kälte? Lärm? Überforderung?
Verhalten ist manchmal die einzige Sprache, die einem Menschen noch bleibt.

💖 Redet mit mir – nicht über mich.

💖 Lasst mir die Dinge, die mich zu mir machen: Musik, Humor, Natur, Tiere, Malen, Fotografieren, Spaziergänge, gutes Essen, Menschen, die ich liebe, Umarmungen und Lachen.

💖 Und wenn ihr mich irgendwann nicht mehr allein versorgen könnt, macht euch nicht selbst kaputt.
Liebe bedeutet nicht, alles allein schaffen zu müssen.

Seit mein eigener Vater an Demenz erkrankt ist, weiß ich noch mehr:
Ein Mensch ist mehr als das, was sein Gehirn noch leisten kann.
Ein Mensch bleibt Mensch. Bis zuletzt.
Vielleicht brauchen wir bei Demenz weniger Korrektur – und sehr viel mehr innige Begegnungen. 💖
🌟
Inspiriert von einem Text unbekannter Urheberschaft, der mir zugeschickt wurde.

🌞 Falls ich eines Tages meine Welt anders sehe …Vor ein paar Tagen hat mir meine ehemalige Klassenkameradin Cordula Reim...
05/08/2026

🌞 Falls ich eines Tages meine Welt anders sehe …

Vor ein paar Tagen hat mir meine ehemalige Klassenkameradin Cordula Reimann einen Text geschickt.

Cordula und ich kennen uns aus unserer Abiturzeit. Abi 1990. 😊

Unsere Lebenswege haben uns längst in ganz unterschiedliche Richtungen getragen, der Kontakt ist lose geblieben – aber nie ganz abgerissen.

Heute lebt sie in der Schweiz. Vor ein paar Tagen schickte sie mir einen Text, den sie selbst auf Facebook gefunden hatte. Der ursprüngliche Autor oder die ursprüngliche Autorin ist mir leider nicht bekannt.

Ich las ihn – und dachte ziemlich schnell:

Ja. Da steckt verdammt viel drin, was ich unterschreiben kann.

Nicht jeden Satz. Nicht jede Formulierung.

Aber die Haltung.

Und deshalb habe ich den Gedanken aufgenommen, fachlich für mich ein wenig sortiert und durch meine ganz persönliche Wahrheitsschmiede geschickt.

Denn wenn ich eines Tages selbst an einer Demenz erkranken sollte, wünsche ich mir Folgendes:

💖 Prüft mich nicht.

Fragt mich nicht: „Weißt du noch, wer ich bin?“
Oder: „Das habe ich dir doch gerade erst gesagt!“

Wenn ich etwas nicht mehr weiß, dann mache ich das nicht mit Absicht.

Mein Gehirn kann die Information möglicherweise nicht mehr abrufen.

Gebt mir Orientierung, ohne mich vorzuführen. Ich hab im Leben genug Prüfungen gemacht, ich brauche keine weitere mehr.

💖 Stellt meine Wirklichkeit nicht in Frage.

Vielleicht glaube ich irgendwann, meine längst verstorbenen Eltern oder Großeltern leben noch.

Dann müsst ihr mich nicht immer wieder mit ihrem Tod konfrontieren, nur damit die Fakten stimmen.

Fragt euch lieber:

Was steckt hinter dem, was ich gerade sage?

Vermisse ich jemanden?
Suche ich Sicherheit?
Brauche ich Nähe?

Manchmal ist die emotionale Wahrheit wichtiger als die korrekte Jahreszahl.

💖 Nehmt es nicht persönlich, wenn ich euch nicht mehr erkenne.

Vielleicht kenne ich euer Gesicht – kann es aber nicht mehr einordnen.

Vielleicht suche ich in eurem erwachsenen Gesicht das Kind, das ihr einmal wart.

Vielleicht bin ich gedanklich gerade in einem anderen Jahrzehnt meines Lebens. Juchhuh, in Gedanken bin ich gerade erst 20 😅

Das bedeutet nicht, dass unsere gemeinsame Geschichte verschwunden ist.

💖 Lasst mich so lange wie möglich selbst tun, was ich noch kann.

Wenn Messer und Gabel irgendwann nicht mehr funktionieren, bedeutet das nicht automatisch, dass ihr mich füttern müsst.

Vielleicht funktioniert Fingerfood, kleine Schnittchen, belegte Brote oder Tapas – die habe ich immer geliebt 😋

Wenn Knöpfe schwierig werden, brauche ich vielleicht andere Kleidung.

Wenn Lesen nicht mehr geht, kann ich vielleicht noch Bilder anschauen.

Helft mir nicht, indem ihr mir alles abnehmt. Reißt mir nicht Dinge aus der Hand, nur weil es euch nicht schnell genug geht.

Helft mir dabei, möglichst viel von meiner Selbstständigkeit zu behalten. Seid geduldig, wenn ich langsamer bin als früher.

💖 Behandelt mich niemals wie ein Kind.

Ich werde vielleicht Hilfe brauchen wie ein Kind.

Aber ich werde keines sein.

In meinem Körper steckt ein ganzes Erwachsenenleben.

Mit Erfahrungen. Entscheidungen. Beziehungen. Verlusten. Erfolgen. Fehlern. Liebe.

Meine Fähigkeiten können verschwinden.

Meine Würde nicht.

💖 Nehmt meine Gefühle ernst.

Wenn ich Angst habe, dann habe ich Angst.

Auch wenn ihr keinen Grund dafür erkennen könnt.

Wenn mir etwas unangenehm ist, erklärt mir bitte, was ihr vorhabt und warum ihr mir helfen wollt.

Gerade die Intimhygiene ist ein sehr delikates Thema, wenn ich sie selber nicht mehr hinbekomme.

Wenn ich traurig bin, hilft mir nicht unbedingt der Satz: „Du musst doch nicht traurig sein.“

Setzt euch zu mir.

Tröstet mich.

Haltet meine Hand.

Hört mir zu.

Erkennt meine Gefühle an.

💖 Sucht nach dem Grund, wenn ich unruhig werde.

Vielleicht habe ich Schmerzen.

Vielleicht muss ich zur Toilette.

Vielleicht habe ich Hunger oder Durst.

Vielleicht ist mir zu warm oder zu kalt.

Vielleicht ist es zu laut.

Vielleicht verstehe ich nicht, was gerade passiert.

Vielleicht ist die Welt da draußen gerade zu hektisch für mich.

Vielleicht brauche ich einfach einen vertrauten Menschen.

Verhalten ist manchmal die einzige Sprache, die einem Menschen noch bleibt.

💖 Redet mit mir – nicht über mich.

Auch dann, wenn ihr glaubt, dass ich das Gespräch ohnehin nicht mehr verstehe.

Ich sitze da.

Also gehöre ich dazu.

Vielleicht verstehe ich nicht mehr alles, was ihr sagt. Aber ich bin da. Und möglicherweise spüre ich sehr viel mehr von eurer Haltung, eurem Tonfall und eurer Stimmung, als ihr denkt.

Bitte respektiert mich auch dann als die erwachsene Frau, die ich immer war und immer noch bin – selbst wenn sich vieles an mir verändert hat.

💖 Lasst die Dinge in meinem Leben, die mich zu mir machen.

Meine Musik.

Mein Humor.

Meine Lieblingsspeisen.

Malen.

Fotografieren.

Spazierengehen.

Viel Natur.

Tierbeobachtungen und Streicheleinheiten 🐈

Menschen, die ich liebe.

Berührungen, wenn ich sie möchte. Ich liebe Umarmungen🫂

Lachen.

Vielleicht kann ich irgendwann nicht mehr sagen, warum mir ein bestimmtes Lied etwas bedeutet.

Mein Körper kann sich trotzdem daran erinnern.

💖 Erzählt mir von früher – oder lasst mich erzählen.

Und wenn ich dieselbe Geschichte zum fünften Mal erzähle, hört vielleicht trotzdem noch einmal hin.

Für euch ist es die fünfte Wiederholung.

Für mich ist es vielleicht gerade das erste Mal.

💖 Schließt mich nicht aus dem Leben aus.

Geburtstage. Weihnachten. Familienfeiern. Ein Spaziergang. Ein Kaffee in der Sonne.

Vielleicht kann ich nicht mehr alles mitmachen.

Aber entscheidet nicht automatisch für mich, dass ich nicht mehr dazugehören. Ich möchte mich nicht abgeschoben fühlen 😕

💖 Und wenn ihr es irgendwann nicht mehr schafft, mich zu versorgen: Macht euch nicht selbst kaputt.

Liebe misst sich nicht daran, ob ihr einen Menschen 24 Stunden am Tag allein versorgen könnt.

Manchmal bedeutet Fürsorge auch, Hilfe anzunehmen.

Manchmal bedeutet Liebe, Verantwortung mit anderen zu teilen.

Und manchmal bedeutet sie, einen guten Ort zu suchen, an dem ein Mensch sicher und vor allem würdevoll leben kann.

Besucht mich dort.

Bringt ein Stück meines bisherigen Lebens mit.

Und wenn ich irgendwann euren Namen nicht mehr weiß, dann kommt trotzdem.

Denn vielleicht weiß mein Kopf nicht mehr, wer ihr seid.

Aber vielleicht weiß mein Körper noch, dass ich mich bei euch sicher fühle.

Und selbst wenn ich irgendwann nicht mehr sagen kann, dass ich euch liebe – vielleicht ist dieses Gefühl noch irgendwo in mir. In meinem Herzen, in meinem Körper, in all den Spuren, die unser gemeinsames Leben hinterlassen hat.

💖

Seit mein eigener Vater an Demenz erkrankt ist, habe ich gelernt, wie sehr diese Erkrankung unseren Blick auf einen Menschen verändern kann.

Und wie wichtig es deshalb ist, sich immer wieder daran zu erinnern:

Ein Mensch ist mehr als das, was sein Gehirn noch leisten kann.

Er bleibt Mensch.

Bis zuletzt.

Mit seiner Geschichte.
Seinen Bedürfnissen.
Seiner Würde.

Und manchmal auch mit seinem ganz eigenen Dickkopf. 😉

Danke 🙏🏼 liebe Cordula, dass du mir diesen ursprünglichen Text geschickt und damit diesen Gedanken angestoßen hast. 💖

Vielleicht brauchen wir bei Demenz weniger Korrektur.

Und sehr viel mehr innige Begegnungen.

Stella 🌟 aus dem Sonnenhaus 🌞 in Konz-Roscheid
Bekannt als "Die mit dem Rucksack 🎒"





DIE STUNDE DAVORWenn ich sage, dass ich meinen Papa besuche, klingt das eigentlich ganz einfach.Ich gehe zu ihm.Wir trin...
04/08/2026

DIE STUNDE DAVOR

Wenn ich sage, dass ich meinen Papa besuche, klingt das eigentlich ganz einfach.
Ich gehe zu ihm.
Wir trinken etwas.
Vielleicht gehen wir in die Cafetería oder den Biergarten.

Was man nicht sieht, ist die Stunde davor.
Denn ich kann inzwischen nicht mehr zu meinem Papa kommen und sagen:
„Komm, wir gehen.“
Bevor wir gehen können, schaue ich erst einmal.
Ist die Kleidung sauber? Hat er sich gewaschen? Braucht er Hilfe bei der Intimhygiene? Sind die Fingernägel zu lang? Ist er rasiert und gekämmt? Hat er vernünftige Strümpfe an? Sitzen die Schuhe richtig?

Und manchmal kommt noch etwas dazu, mit dem vorher niemand gerechnet hat.
Dann wird aus „Wir gehen ein Bier trinken“ erst einmal Pflege.

Und Pflege bei Demenz bedeutet nicht einfach: machen.
Es bedeutet erklären.
„Papa, fühl mal über dein Kinn.“
Er fühlt.
„Oh ja. Da sind Stoppeln.“
Jetzt versteht er, warum ich ihn rasieren möchte.
„Die Fingernägel sind doch noch schön.“
Dann erkläre ich ihm, warum sie trotzdem gekürzt werden müssen.
„Das Hemd ist doch gut.“
Ja, Papa. Aber es hat Flecken. Komm, wir nehmen ein frisches.

Es sind winzige Verhandlungen über Dinge, über die wir früher niemals gesprochen hätten.
Und ich kann meinen Papa nicht einfach übergehen.
Nur weil er dement ist, gehört sein Körper noch immer ihm.
Also erkläre ich. Zeige. Warte. Überzeuge. Helfe.

Und irgendwann sitzt da mein frisch rasierter, gekämmter Papa in sauberen Sachen.
Dann können wir los.
Für vielleicht eine Stunde.
Denn nach insgesamt zwei Stunden ist er häufig so erschöpft, dass ihm beim Sitzen die Augen zufallen. Manchmal mitten im Gespräch.

Was Außenstehende bei Demenz kaum sehen:
Wie viel Zeit inzwischen nötig ist, damit überhaupt noch gemeinsame Zeit möglich wird.

Die Stunde davor gehört längst genauso zu unseren Besuchen wie das alkoholfreie Weizenbier oder der Kaffee danach.

Und manchmal bin ich schon verschwitzt und müde, bevor unser eigentlicher Ausflug begonnen hat.
Aber wenn wir dann draußen sitzen und Papa zufrieden sein kleines Bier trinkt, denke ich:
Genau dafür war die Stunde davor. 💖

Adresse

Konz

Öffnungszeiten

Montag 10:00 - 13:00
14:00 - 16:00
Mittwoch 10:00 - 13:00
14:00 - 17:00
Freitag 10:00 - 13:00
14:00 - 15:00

Telefon

+352621507090

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